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Meine Gedanken über Teilnehmergeschenke, Ambiente und Goodie Bags

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Sandra Dirks - Stiftvisite - das Visualisierungstraining in Braunschweig Teilnehmergeschenk

Ursprünglich ist meine fachliche Heimat die Parfümerie. Damals, in den 90ern habe ich an unzähligen Seminaren der Industrie teilgenommen.

Tolle Marken, großartige Produkte, tolle Seminare. Hach, das hat mich richtig ordentlich motiviert und schon so richtig viel Spaß gemacht.

Neben einem tollen Hotel, mit teilweise aufwendig gestalteten Räumlichkeiten, köstlichem Essen, und ausführlichen Informationen, samt toller Unterlagen, gab es am Ende IMMER ein echtes Highlight: Eine Geschenktüte.

Ein Geschenk. Mindestens EIN tolles Produkt. Auch wenn man im Alter von 20 – 25 noch nicht so wirklich ein hochgeniales Anti-Aging-Produkt benutzen konnte. Es war so kostbar!
Das war großartig.

Ein bisschen wehmütig denke ich in diesem Moment daran zurück.

Von 1998 an gab es dann für mich ganz andere Seminare. Seminare und Trainings, die mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin: Train-the-Trainer, Persönlichkeitsdings, Gruppendynamik, Selbsterfahrung, Outdoor, Schauspiel, Comedy, Visualisieren & Graphicdings.

Sie alle hatten eins gemeinsam: Viele Erkenntnisse, persönliche Entwicklung. Eine Sache gab es nie: Geschenke. So materiell, so echt geile Produkte, oder einfach irgendwelchen schnuckeligen Kitsch – NIE.

In diesem Beitrag geht es um Teilnehmergeschenke.

 

Teilnehmergeschenke?  –  Darum ist mir das Thema so wichtig

Wenn du jetzt die Einleitung gelesen hast, besonders den vorletzten Satz, dann könntest du mich sicherlich schon als “verdammt undankbar” bezeichnen. Ja, mach doch.

Ich erkläre dir gerne, wo es herkommt, denn ich bin sehr stark extrinsisch motiviert. Wenn man das so ausdrücken möchte.

Manche Dinge im Leben lernt man, weil man sie lernen möchte. Wenn ich an die Schule in ihrer Gesamtheit zurückdenke, dann haben mich dort im Grunde nur drei Fächer wirklich interessiert: Lesen lernen, Englisch und Französisch. Allerdings: Nachdem ich endlich begonnen hatte Französisch zu lernen, war Englisch doof und abgeschrieben. Das rächt sich heute, aber ich komme klar.

Klar! Französisch, wie Mireille Matthieu, DER Star meiner Kindheit, großartig. Wurde dann abgelöst von ABBA, nur damit du Bescheid weißt.

Alles andere in der Schule nimmt man eben so mit, weil es muss, oder weil es als Servicepaket dabei ist, und irgendwie vielleicht sogar Spaß macht. Dazu gehörten dann für mich Geschichte, und irgendwie manchmal auch Kunst. Geschichte ist ja immer interessant, man kann da viel lesen, und das macht ja Spaß. Kunst war leider immer abhängig vom Lehrer gut oder nicht, aber das weißt du ja schon, das erzähle ich gerne und oft.

Alles andere interessierte mich NICHT. Wenn der Lehrer gut war, und eine super Show gab, dann waren sogar Physik und Chemie interessant. Bio fand ich immer schon doof. Mathe zeigte sich schon in frühen Jahren als schwere Bürde für meine Eltern. Irgendwann begannen sie, mir 5,- DM, oder eine Packung mit MonChichi-Kleidung für eine zwei in Mathearbeiten zu versprechen. Für eine eins gar 10,- DM, oder ein Kleid für meine Barbiepuppe, die waren teurer, als die Klamotten für die MonChichis. Die Sache mit Barbiepuppe und MonChichi endete in der 5. Klasse, und ich erinnere mich daran, dass ich in der Zeit von der 3. bis zur 5. Klasse insgesamt einmal 5,- DM, und einmal eine Garnitur für mein MonChichi bekam. 

Ab der 9. Klasse haben sie das Geld, das sie mir für gute Mathearbeiten versprochen hatten dann in Nachhilfe angelegt. Schließlich war ich auf dem Gymnasium, denn ich wollte ja Französisch lernen, und das ging nur dort, also mussten wir da durch alles durch. Vielleicht kennt das noch jemand?

So lernte ich sehr früh:

Wenn es Geschenke gibt, dann ist es eine gute Sache. Ich kann nichts übles daran finden. Schließlich wollten meine Eltern mich darin unterstützen, mir MEINE Wünsche im Leben zu erfüllen. Schließlich wollte ICH Französisch lernen, und nicht meine Eltern. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar.

Am Ende hatte ich im Abi übrigens Französisch und Geschichte. Siehste, dafür gab es auch Geschenke. Meine Eltern hatten zur Feier des Tages sogar die Familie eingeladen, denn bisher hatte noch niemand in der Familie Abitur gemacht. Auch sie brachten mir Geschenke mit. 

Am ersten Tag der Ausbildung bei KARSTADT gab es – GESCHENKE! Bevor es richtig los ging. Cool!

Dann kamen die Parfümerieschulungen, die wir intern auch als “Tütenball” bezeichneten. Toll. Manchmal gab es auch Schirme oder Badetücher, oder irgendwie sowas. Auch das habe ich gerne angenommen.

Aber als ich 1998 Ausbildungsleiterin wurde, oder auf dem Weg dahin war, da war es vorbei mit Geschenken. Klar, ab jetzt stellst du dir deinen eigenen Stundenplan auf, und belohnst dich mit Erkenntnissen. Meistens zumindest.
Für die nächsten Karriereschritte kaufst du dir dann selbst die geilen Schuhe, oder diese irre Handtasche.

Mir fehlte es einfach, den Raum zu betreten, und auf meinem Platz steht liebevoll arrangiert eine kleine Tüte, oder ein kleines Geschenk, oder ein kleines Blumentöpfchen, oder ein kleines buntes Dings, das mich neugierig macht. Dazu eine liebevoll illustrierte Seminarunterlage auf gutem Papier, gebunden, oder als Ordner. Sehr schick.

Erzählt habe ich das nie, weil ich das Gefühl hatte, dass man das als Trainer nicht darf.

Das alles war vorbei. Doch, die Weiterbildungen waren zum Teil teuer, sehr teuer. Entweder mein Arbeitgeber, oder ich haben sie bezahlt.
Fortan gab es oft Unterlagen aus scheiß Umweltpapier, die aussahen wie Klopapier. Dazu ein unbehandelter Bleistift, mit dem man sich wohl Notizen machen sollte. Manchmal lag auch noch ein Apfel auf dem Tisch, oder auf dem Stuhl im Stuhlkreis. Ein Apfel! Nun, wenigstens Obst, und kein Gemüse.

Das ist mir besonders in Erinnerung geblieben, weil die Teilnehmerin neben mir sich vor Freude gar nicht mehr halten konnte. Während ich heuchelte, dass das wirklich eine ausgesprochen schöne Idee sei – man will ja schließlich nicht auffallen – während ich überlegte, ob meine Sitznachbarin so wirklich klar war. Drogen, naturstoned? Oder eine mindestens ebenso gute Schauspielerin, wie ich in diesem Moment.

Geschenke waren jetzt irgendwie anders, und sie hatten jetzt immer einen tiefen, tiefen Sinn, alles andere war irgendwie verpönt

Dann wurden Bohnen verteilt, die man methodisch von einer Hosentasche in die andere packte. Als Geschenk, zur Erinnerung, für erreichte Ziele, oder schöne Erinnerungen. Bohnen.
Samenkörner, die man irgendwie, irgendwann, irgendwo einpflanzen sollte. Man hatte ja den Samen für irgendwas im Seminar gelegt. Toll, das habe ich mir immer schon gewünscht.

Manchmal musste man auch noch raus aus dem Raum, um sich irgendwas in der Natur zu suchen, das symbolisch für das Gelernte steht. So habe ich am Ende immer den erstbesten Stein gegriffen, und ebenso tiefgründige Worte wie die anderen Teilnehmer gefunden. Wenn’s drauf ankommt,  dann kann ich Worte!
Das hat dann die meiste Zeit gedauert, während die anderen noch auf der Suche waren. Nach dem Stein der Erkenntnis?
Manchmal habe ich mich gefragt, ob die anderen das alles ernst meinen, und nur ich hier die Schauspielerin bin. Manchmal hätte ich dem Trainer am liebsten gesagt:

“Is’ gut, ich hab mir das Wichtigste notiert, und wenn du kein cooles Gimmick aus der Tasche holst, dann isses eben so!”  

Das Schlimmste ist ja, dass ich dann auch dachte, dass man als gute Trainerin diese Methoden einsetzen muss, und es ebenso machte. Diese Phase ging dann zum Glück irgendwann vorbei, so mit meiner Comedyphase. 

Kurz: Das Thema Teilnehmergeschenke in einem schön dekorierten Raum ist für viele gar keins. Wahrscheinlich nur meins.

Aber, in den letzten Jahren sehe ich immer wieder auf Bloggerveranstaltungen genau diese zauberhafte Art Dinge zu verpacken, und auszuschmücken, wie ich sie damals mal kennengelernt habe. Dabei ist es das Gesamtpaket, das mich begeistert. Es sind eher festliche Räume, die mehr eine Hochzeitsgesellschaft vermuten lassen, als ein Seminar.

 

Vielleicht ist es auch das Ambiente?

Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich keine Lust mehr auf die immer gleichen typischen Seminarräume habe. Diese Räume, denen ich nur durch das Aufhängen fünf meiner bunten Flipcharts, Leben einhauche.

Egal, ob im Luxushotel, oder im firmeneigenen Seminarraum, es ist alles das Gleiche. Mir ist langweilig, und ich fühle mich uninspiriert.

Das krasse Gegenteil sind immer so alternative Shabbychic-Buden, die manchmal so ein bisschen abgegessen aussehen, und damit gleich auch gemütlich sein sollen. Meistens stehen dann da so Sofas drin, bei denen man nicht weiß, wer da schon vorher alles drauf herumgelümmelt hat. Das wiederum finde ich total eklig, und weder gemütlich, noch hyggelig, wie es jetzt trendbewusst heißt.
Verstehst du, was ich meine? Es gibt nichts dazwischen, und ich kann es gar nicht benennen, wie ich es gerne hätte.

Doch, ich hätte es gerne schick, aufwendig dekoriert, in meinen Lieblingsfarben. Mit aufwendigen Blumengestecken, zauberhaft dekorierten kleinen Kuchenhäppchen. Ja, eine Candy-Bar! Auf meinem Platz ein geheimnisvoll eingewickeltes Dings mit einer riesigen Schleife. Die Seminarunterlage muss gar nicht mehr sein, weil das – wie bei mir- begleitend ein Onlinekurs sein kann.
Ein glitzernder kleiner Notizblock würde mich da jetzt stattdessen entzücken.

 

Es ist wunderschön! Und ja – mir ist sowas wichtig!

Oder hier, bei Frau Hölle, besonders wundervoll finde ich den Handlettering-Workshop bei Blume 2000. Hamma, oder?

Ich hätte gerne, dass alle Seminare einfach so aussehen.

http://www.blume2000.de/blume-blog/kreativer-handlettering-workshop-mit-frau-hoelle_1037234.html

Es ist wunderschön! Und ja – mir ist sowas wichtig!

Ja, das meine ich ernst. Kein Witz. Genau so wünsche ich mir das, und ich frage mich in diesem Beitrag, ob es da draußen noch mehr Leute gibt, die in dieser Sache so denken wie ich. 

 

Was ist denn nun so eine Goodie Bag?

Eine Goodie Bag ist eine Überraschungstüte für Erwachsene. In dieser Tüte finden sich mehr oder weniger wertvolle Produkte, Proben, Lebensmittel, Gutscheine für Waren, oder einen ordentlichen Preisnachlass auf erste Bestellungen.

Beliebt sind kleine technische Gimmicks, wie z.B. aktuell diese mobilen Ladegeräte für Smartphones, die Siemens Austria neulich auf der Bloggerkonferenz SALT in Salzburg verteilt hat. Klar habe ich dafür gerne einen Tweet abgesetzt, denn so ein Wunderding besaß ich vorher nicht. 😉

 

In Barcamps darf auch nie das T-Shirt fehlen. Zumindest war das ursprünglich immer so, bevor das Barcamp in aller Munde war. Kein ordentliches Barcamp, ohne ein T-Shirt mit Logo und Datum.

Während ich das schreibe denke ich, dass ich mir vielleicht auch mal ein paar Sponsoren für meine Veranstaltung suchen wünschen sollte. Ich rede jetzt nicht von naheliegenden Materialien, wie Markern, oder Papier,oder, oder.

Es sollten gerne Geschenke sein, die meine Zielgruppe auch interessieren [wehe nicht!], und die im Grunde jede Veranstaltung schöner machen: Blumen, Schokolade, Bonbons, Kuchen, Accessoires, Deko, kleine Technik-Dings, Kitsch, Beauty…

Alles, was eben gut zu so einem pinkfarbenen Blog wie meinem passt. Also immer her damit.

 

Impulse für eigene kleine Geschenke

Nach diesem irre langen Statement stellt sich die Frage, was wir, du und ich tun können, um wenigstens im eigenen Seminar damit zu beginnen. Ohne Sponsor – leider.

Ich lass mich gerne inspirieren in Geschäften wie Flying Tiger: https://de.flyingtiger.com/de-DE oder neu bei uns Søstrene Grene: https://sostrenegrene.com/de/

In der Stiftvisite bin ich da fokussiert auf Arbeitsmaterial, das aber trotzdem mindestens eine Schleife bekommt:  

Sandra Dirks - Stiftvisite - das Visualisierungstraining in Braunschweig Teilnehmergeschenk

 

Sandra Dirks - Teilnehmergeschenke

Dazu ist es mir wichtig, mit Blumen zu dekorieren. Beim letzten Mal habe ich meine Foamboard-Blumen präsentiert, aber grundsätzlich habe ich es gerne blumig.

Das ist alles schon ein Anfang, aber irgendwie noch ein wenig halbherzig für meinen Geschmack. Für die meisten ist das schon viel mehr, als sie so gewohnt sind.

Für mich dürfen es gerne noch mehr Tischdecken, Stuhlhussen, oder überhaupt Stuhlhussen, und andere Dekoelemente sein. Was hättest du gerne?

 

Reden wir über Geld

Ja, das alles kostet Geld. Das musst du in deiner Kalkulation berücksichtigen. Grundsätzlich lohnt sich diese Investition, weil es einfach Freude macht, und die kindliche Freude am Lernen unterstützt. Das ist immer gut, für alle.

Oder was glaubst du, warum viele Blogger sich darauf einlassen, und diese Geste ganz zauberhaft finden?

Mein Wunsch zu diesem Thema:
Gib mir eine Goodie Bag, mach dir Gedanken. Wenn es mir hilft, die Ideen und Erkenntnisse aus der Veranstaltung umzusetzen, dann werde ich es benutzen, und mich gerne an die Veranstaltung zurück erinnern.

Her mit dem Zeug, ich find’s gut. Ich bin so ein Material-Girl, und es wird auch endlich Zeit, mal dazu zu stehen. 

Für mehr Blingbling und Glitzer und Geschenke!

Wie stehst du zu diesem Thema? Welche Erfahrungen hast du? Was magst du?

Gruß von Sandra Dirks

 

 

 

 

 

 

 

 

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