Drei neue Fehlervermeidungs-Tipps für deinen Live-Auftritt bei Facebook

Videotipps

Ich gestehe, dass ich wahnsinnig neugierig war, und deshalb unbedingt schnell den Auftritt bei Facebook-Live wiederholen wollte. Naja, und:

Einmal Rampensau – immer Rampensau.

Im letzten Beitrag habe ich auch geschrieben, dass ich einige Fehler abstellen wollte. Aber ich wollte einfach nur wirklich schnell das Live-Erlebnis wiederholen.

Das verursachte gleich mindestens drei neue Fehler, aus denen du jetzt lernen darfst:

1. Zu kurz hintereinander?

Klar, man kann so viele Live-Veranstaltungen machen, wie man möchte, aber ist das immer sinnvoll?
Wie viele Interessierte erreicht man damit?
Was verspreche ich mir selbst davon?

Es ist immer die Frage, mit welcher Reichweite ich mir das erlauben kann. Habe ich schon die Bekanntheit, dass alle plötzlich alles stehen und liegen lassen, um mir zuzuschauen?
In der ersten Veranstaltung hatte ich etwa 30 Zuschauer. Das fand ich ziemlich klasse. In der 2. Veranstaltung etwa 12.
Klar, das kann viele Gründe haben, z.B. dass parallel etwas läuft, das ebenso interessant ist für die Zielgruppe.
Biergartenwetter, Urlaubszeit, oder man hat es schlichtweg nicht gewusst. Aber irgendwas ist ja immer. Vielleicht sind aber auch alle Fragen beantwortet, die man mir stellen könnte?

Und:

Who the f*** ist eigentlich Sandra Dirks?

Du musst dir also die Frage stellen, was genau dein Ziel ist.

Mein Ziel:

Meinen Kunden und Interessenten <- komisches Wort, lieber dies -> zukünftigen Kunden, ihre Fragen zu meinen Themen zu beantworten.

Ihnen die Chance geben, mich lebendiger zu erleben, als in einem ’normalen‘ Video, oder sogar im Webinar. Einfach persönlicher, aber dennoch professionell.

Dabei können meine (zukünftigen) Kunden meinen Umgang mit den Widrigkeiten der Livesituation erleben, und damit auch die Fähigkeit zur Improvisation. Am Ende möchte man dann doch vielleicht mehr, und bucht den Wunschkurs.

Oder das Live-Video hat dazu beigetragen, die Sandra Dirks mal im Blick zu behalten, um sich später für, oder gegen einen Kurs zu entscheiden. Lieber natürlich dafür.

Selbstverständlich ist nicht immer die Menge der Teilnehmer entscheidend, denn wer dabei ist, der ist dabei, und das finde ich klasse. Ganz lieben Dank dafür.
Aber ein kleiner Aufwand im Vorfeld ist es ja doch, so dass man schon gerne ein volles Haus hätte.
Fazit für mich:

Ein vierwöchiger Rhythmus ist eine gute Sache. Also, dann treffen wir uns am 31. August um 19:00 Uhr auf meiner Seite, ja?

 

2. Keine Animation – keine Aktion in den ersten Sekunden

Sorge für Aktion oder Animation. Oder zeige ein Kuriositätenkabinett.

In der Facebook-Timeline muss man sich schon etwas einfallen lassen, um aufzufallen, in der Menge der Beiträge. Ja, der Nutzer will animiert werden, will überzeugt werden, ob er sich wirklich die Mühe machen soll, ein Video anzuklicken.

Das kann ganz unterschiedlich sein. Ich klicke gerne Videos an, bei denen etwas passiert, ich habe so einen sehr schadenfrohen Humor.

Das kann auch sehr platt sein, aber das macht nichts. Hauptsache ist, der Typ in dem Video läuft gegen eine Laterne oder fällt ins Wasser.

Über dieses Video kann ich mich auch nach 2 Jahren immer noch totlachen:

Aber es muss gar nicht immer unbedingt der große Knaller sein. Manchmal reicht es auch, wenn ich im Stream eine mir sympathische Person einfach im Video agieren sehe. Dabei wäre es auch hilfreich, wenn die Videoqualität recht gut ist.

Das muss noch nicht mal perfekt sein, aber wenigstens ein bisschen aus dem Rahmen zu fallen, das wäre schon nicht schlecht.

ausdemrahmen

Ich habe den Fehler gemacht, dass fast eine Minute lang (55 Sekunden!!!) mein Startbild für die Live-Übertragung zu sehen war.
Viel zu lange. 2 Sekunden wären ein guter Plan.

Eine Minute keine Aktion. Nix! Einfach statisch. Kannste dir heute nicht mehr erlauben!

Da klickt man doch nicht drauf.  So schaut man sich auch das Video nicht an. Weder live, noch hinterher. Das läuft einfach durch.

Es ist mir in dem Moment auch gar nicht so bewusst gewesen, dass mein kleines technisches Dilemma am Anfang so viel Zeit gekostet hat. Dabei weiß ich noch nicht mal, warum das Bild so lange zu sehen war.

Kurz zusammengefasst:

Lächeln, glücklich aussehen -3-2-1- Kamera läuft. Aktion!
Bei Facebook wird dein Video nur angeklickt, wenn etwas passiert. So ist die Regel. Also, zeige dich.

Du kannst natürlich ein kleines Start-Overlay darüberlegen, aber das darf dich und deine Aktion nicht verdecken.

Man munkelt auch, dass Untertitel manch einen zum Klicken animieren. Mich ja eher nicht. Aber man munkelt eben so.
Ich werde ab der nächsten Live-Veranstaltung noch verschiedene Ideen ausprobieren, und auch mal überprüfen, inwieweit sich das auf das Anschauen der Videos auswirkt.

Ich versuche inhaltlich schon hilfreich zu sein. Da ist es dann nett, wenn man das Video auch anschaut. Vielleicht nicht komplett, aber in großen Auszügen.

 

3. Wie lange solltest du live sein?

Dies ist nicht direkt ein Fehler, aber dennoch eine Sache mit Optimierungspotenzial.
Mal unter uns: Ich würde mir auch kein 30 minütiges Video anschauen. Entweder, ich bin live dabei, oder eben nicht.

Live dabei ist schon immer besonders.

Es muss schon etwas sehr besonderes, tolles, großartiges, umwerfendes, noch nie dagewesenes sein, dass ich mir das anschaue.
Selbst, wenn ich die Person sehr schätze, die den Live-Talk veranstaltet. Ich erlebe sie dann live oder nicht.

Mich macht das dann ganz kribbelig, wenn ich da so lange sitzen soll, und mich vielleicht gar nicht jeder Programmpunkt so sehr interessiert. Vielleicht warte ich nur auf die Beantwortung einer einzigen Frage?
Oder auf die Ankündigung einer Rabattaktion, oder der Vorstellung einer sensationellen Weltneuheit?
Also, auf die Präsentation einer neuen Schuh-, Handtaschen- oder Kosmetiklinie.

Ich mache dann lieber etwas anderes.

Deshalb stelle ich mir die Frage, ob es nicht generell besser wäre, lieber kürzere Live-Sessions zu veranstalten, vielleicht dann zu konkreten Themen?

Vielleicht schaut man sich hinterher auch lieber ein kürzeres Video an? Etwas straffer?

Leider hast du nicht die Möglichkeit, das Video etwas beschneiden. Das wäre gut, da würde ich ganz schön kürzen hinterher. Schließlich habe ich immer Schwierigkeiten, mich kurz zu fassen. Da kann man hinterher sicher viel wegschneiden. 🙂
Aber so ist der Job: Ich rede eben gerne. Mittendrin kann ich das nicht stoppen, weil ja auch immer auch ein Inhalt mit Mehrwert dazwischen ist.

Ich stelle das mal zur Diskussion. Mich interessiert deine Einschätzung dazu. Schreib mir das gerne in die Kommentare.
Wie lange hast du Lust zuzuschauen? Machst du einen Unterschied zwischen live und Videokonserve? Das interessiert mich sehr.

Auf einen letzten Fehler möchte ich dich heute auch noch hinweisen. Ein Bonusfehler.

 

4. Fingerfertigkeit heißt, dass du schnell mit dem Finger fertig bist

Die im letzten Blogbeitrag zum Thema, und auch im verlinkten Video oben erwähnte Software mit dem Namen OSB-Studio zum Streamen, die ist toll. Sie kann richtig viel, und du kannst dir deine eigene kleine Show zusammenstellen, die du dann live sendest.

Overlays aus Fotos, Schriften, andere Kameraperspektiven, andere Kameras. Einfach geil! Ja, das kann man nicht anders sagen.
Allerdings will das auch alles gut gesteuert sein. Sonst verpufft der Effekt.

Während du in die Kamera schaust, schiebst du mal eben ein cooles Foto ein, verpasst dir eine vorher vorbereitete Denkblase, und lässt das auch alles wieder verschwinden. Bäm!
Hamma! Deine Zuschauer sind ATEMLOS vor lauter Staunen, ein Raunen geht durchs Netz. Du bist eine Zauberkünstlerin.

Ein Traum? Zu großer Salamikonsum, Frau Dirks? Drogen?

Nein, das alles ist möglich, wenn du nicht nur die Möglichkeiten schaffst, und um die Effekte weißt, sondern wenn du sie auch wirklich schnell bedienen kannst.

2016-08-08-14_40_57-Sandra-Dirks

Hier bei der Präsentation der Mafiablume mit einem Foto-Overlay.

2016-08-08-14_42_57-Sandra-Dirks

Hier bei der Präsentation eines tollen Buches, als Video-Overlay.

 

Dazu brauchst du zwei Dinge:

  1. Du brauchst den ganz konkreten Überblick, welchen Effekt du gerade wo abgelegt hast.
  2. Du MUSST in der Lage sein, den Effekt fast blind zu starten und wieder zu beenden, ohne dass dein Blick ins Leere nach unten wandert, während du immer noch den Aus-Knopf suchst.

Und die Frau Dirks, die schaute dumm auf dem ganzen Bildschirm rum!

 

Am besten wären solche Knöpfe, wie Stefan Raab sie immer bei TV-Total auf Pro7 im Einsatz hatte.

In keinem Fall solche:

 

Das ist alles nicht ganz einfach, weil die ‚Knöpfe‘ im Programm nicht so groß und vorteilhaft sind.

Kurz:

Verschaffe dir Ordnung auf dem Bildschirm. Mit dem Streaming-Programm könntest du dazu neigen, zu viel zu wollen. Dann sind die Effekte verpufft. Bereite dich darauf vor, auch wenn du live und spontan bist.
Ich werde bewusst ein paar Sachen trainieren, um zu schauen, was noch so möglich ist. Aber die Sicherheit in der Anwendung ist nicht zu unterschätzen.


Dann sehen wir uns also spätestens am 31. August 2016 um 19:00 Uhr, oder? Ich freue mich, wenn du dabei bist. JA, dies ist eine persönliche Einladung!

So, jetzt erzähl‘ aber mal von deinen Erfahrungen mit Facebook-Live. Ich bin ganz ohr, und freue mich auf deine Kommentare.

 

Signet_Deine

 

 

 

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Sandra Dirks

Hallo, ich bin Sandra!
Ich blogge über Flipcharts und Methoden, um zauberhaften Menschen dabei zu helfen, Ideen zu finden, für quirlige, überraschende und unvergessliche Events.

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