Mein 1. Mal Facebook-LIVE mit Tipps für deinen 1. Video-Live-Stream

Videotipps

Es geht los!

Posted by Sandra Dirks on Mittwoch, 13. Juli 2016

Na, das ist vielleicht verrückt. Du kannst jetzt direkt aus Facebook heraus senden. Also so ungefähr.
Ich spreche von Facebook-LIVE. Das ist eigentlich dazu gedacht, Videos live aus deinem Smartphone zu streamen. Wie praktisch. Angenommen, du bist an einem total tollen Ort auf dieser Welt, und vorausgesetzt, du hast – ein bisschen viel – Internet, dann kannst du diesen Ort live zeigen.
Du kannst aber auch aus deinem Arbeitszimmer zu Hause senden. Das ist vielleicht weniger spannend, weniger romantisch, womöglich gar ein unaufgeräumter Ort, aber dafür gibt es wenigstens relativ sicher viel Internet. Das ist der Sache im Grunde schon mal sehr dienlich.

 

Was es nicht alles gibt! Verrückt!

 

Seit einiger Zeit liebäugele ich schon damit, auch mal etwas live zu machen.

Bei Facebook ist man doch sowieso jeden Abend mindestens mal kurz und stalkt da so herum, um zu erfahren, was die anderen so treiben. Da kann man doch auch gleich noch mal so ein Video machen.

Nun, du könntest jetzt sagen, dass ich mich nicht beschweren kann, denn schließlich gebe ich Webinare, und die sind auch immer live.
Aber das ist ja geradezu uncool gegenüber den Livestream-Möglichkeiten, die es sonst noch gibt, und außerdem ist das Livestreamen schon fast so, als würde man eine Fernsehsendung liefern. Ich, also ich im Fernsehen. Cool, im Facebook-Fernsehen. Abgefahren.

 

Warum muss ich das tun?

Es reizt mich. Ich will ins Fernsehen.
Klar, es ist neu, und ich kann Kontakt zu Menschen aufnehmen, die sich für das interessieren, was ich mache. Ich kann mich präsentieren, jemand anderem hilfreich sein, oder ihn inspirieren, indem ich z.B. Fragen beantworte, und ein bisschen dazu beitrage, dass meine kleine Facebookseite sich zu einer kleinen Community entwickelt.
Manchmal kauft nach so einer Aktion auch jemand etwas, d.h. bucht ein Webinar, oder einen Videokurs, weil das genau das Stückchen Sandra Dirks ist, was zur Überzeugung beigetragen hat. Juchuh! Das ist dann also Marketing?
Oder jemand stellt fest, dass er mich total doof findet, dann wird er/sie auch nie glücklich mit dem, was ich liefere.
Na, dann trennen sich unsere Wege hier. Ja, das ist eben ganz menschlich.

 

Was machst du da?

Das probiere ich gerade aus.
Bei der ersten Aktion habe ich einfach Fragen beantwortet. Fragen zu den Dingen, die ich so mache. Ich hatte für diese erste Aktion Antworten auf fünf Fragen vorbereitet, die ich aus den Kommentaren im Ankündigungspost bekommen habe.

Facebook-Live-Tipps (2 von 5)

Mein Teleprompter. 😉

Dazu kamen dann noch 2-3 Antworten auf Fragen, die man mir live gestellt hat, und schwupps war die Zeit um. Tja, ich quatsche halt auch gerne immer ausschweifend. So bin ich.

Zukünftig kann ich mir auch vorstellen…

  • mal eine Interview-Session mit einer Kollegin zu machen,
  • ein Buch, eine Software, oder ein technisches Dings vorzustellen,
  • irgendwas live zu zeigen –> Alles außer kochen!
  • oder Dings… da lasse ich mich einfach überraschen. Manchmal ergibt sich auch etwas aus einer Frage.

Sicherlich werde ich aber auf Gesang und ein Blockflöten-Solo verzichten.

 

Wie machst du das?

Grundsätzlich soll das ganz einfach sein. Ähnlich wie bei Periscope kannst du natürlich einfach dein Smartphone anwerfen, das Video starten, und los geht die wilde Fahrt.

Nein, mal ganz im Ernst, wenn du in deinem Smartphone die Facebook-App, oder deinen Seitenmanager aufrufst, dann bist du nur noch einen kleinen Schritt von deinem Live-Video entfernt.
Du klickst auf „Posten“:

Screenshot_20160719-185014

 

Dann solltest du dein Telefon drehen! Ja, denn wenn der Livestream startet, dann sende doch bitte, bitte im Querformat.

 

Screenshot_20160719-184428

 

Klicke auf „Live-Übertragung starten“. Dann kannst du senden. So einfach ist das.

Aber: Auch wenn du dein Smartphone ins Querformat drehst, so wird vom Smartphone erstmal quadratisch gesendet. Schade.
Aber: Später wird dein Video in der Aufzeichnung  im Querformat angezeigt. Das sieht einfach professioneller aus.

Ich gestehe, ich bin eine ewig gestrige, für mich müssen Videos [schreit laut, sehr laut, kreischt:] IMMER Querformat haben. Das ist einfach so. Punkt. Außerdem gibt es da auch viel mehr zu zeigen und zu sehen.

Jetzt gibt es aber natürlich ein paar klitzekleine Feinheiten, die dich einfach besser aussehen lassen.

 

Das Stativ

Damit deine Zuschauer sich auch auf das konzentrieren können, was du sagst, oder machst, solltest du dein Smartphone auf ein Stativ setzen. Irgendwann fängt dein Arm an zu zittern, und dann wackelt das Bild sehr kräftig und dauerhaft. Das kann man als Zuschauer nicht ertragen.

Ich hab da neulich für 4,95 € so ein billiges Selfie-Ding gekauft.

Facebook-Live-Tipps (6 von 3)

Facebook-Live-Tipps (7 von 3)

Facebook-Live-Tipps (8 von 3)

Hier klemmst du das Smartphone ein. Du kannst die Halterung dann auch auf ein ‚richtiges‘ Stativ schrauben, falls du das hast. Das ist wahrscheinlich leichter in der Einstellung.

Wir haben aber auch schon mal ein Smartphone in eine Manfrotto Super Clamp gesteckt. Das hat auch funktioniert.

Du kannst das Smartphone auch irgendwo gegen stellen oder festkleben. Hauptsache ist, dass du die Hände frei hast und die Aufnahme relativ ruckelfrei wird. Ich habe bei einer Superstar-YouTuberin mal gesehen, dass sie das Smartphone einfach in eine Sonnenbrillenhülle gestellt hat, um das Video zu drehen. In der Not kommt man ja auf die verrücktesten Ideen.

 

Das Mikrofon

Du kannst ein kleines feines Ansteckmikrofon in dein Smartphone einstöpseln. Ich empfehle da gerne das Rode Smartlav, das hat sich bewährt.
Rode smartLav+ Lavalier-Mikrofon für Smartphone/Tablet*

Facebook-Live-Tipps (3 von 5)

Erstens fühlst du dich damit wie Judith Rakers, und zweitens ist der Sound auch klasse. Wenn du draußen drehst, dann solltest du deinem Mikro so einen Fiffi überziehen, damit die Windgeräusche nicht zu hören sind.
Rode MINIFUR-LAV Fellwindschutz für Lavalier (3er-Pack)*

Facebook-Live-Tipps (4 von 5)

Facebook-Live-Tipps (5 von 5)

Ich mache ja eher weniger Aufnahmen draußen, aber wenn, dann bin ich sehr zufrieden. Hier war es z.B. extrem laut, und ich war zu schüchtern, lauter zu sprechen. Dafür hat sich das Mikro super geschlagen.

 

Jetzt hast du Bild und Ton schon ganz gut angelegt.

Wichtig wäre jetzt noch, dass du eine stabile Internetverbindung hast, damit deine Sprache nicht abgehackt rüberkommt, oder dein Videobild ständig einfriert. Aber auch mit der besten Verbindung steckt man da nicht drin. Wer kann schon ein globales Telekomproblem vorhersagen?

Mein Tipp dazu:
Versuche eine sichere Verbindung herzustellen, aber wenn kein Internet da ist, dann ist kein Internet da, und da gibt es nichts dran zu rütteln.

Atmen. Entspannen. Noch mal versuchen.

Wenn das nicht hilft, dann schreibst du das bei der nächsten Prise Verbindung in deinen Status. Punkt. Sofern dir das nicht immer passiert, sollten die Menschen, die sich für dich interessieren, dafür Verständnis haben. Isso. Dann machst du einen neuen Termin.

 

Aber du bist doch nicht mit dem Smartphone online, oder?

Richtig. ich sitze hier vor meinem PC. Habe eine zusätzliche Webcam angeschlossen (Logitech 920C), nutze eine zusätzliche Software, und sende im Querformat.

Facebook-Live-Tipps (1 von 1)

Frage mich, warum die so schmuddelig aussieht. Wie kommt der Staub hinter das Plexiglas? Egal. Sie funktioniert hervorragend.

Ich habe hier meine Webcam angeschlossen, und ich finde, dass sie einen wirklich guten Job macht. Sehr schönes Bild. Ich bin begeistert. Der Sound kommt aus meinem Logitech Headset, das ich auch für Webinare verwende.

Beides ist verbunden mit einer Software mit dem Namen OBS Studio. Diese Software kann man hier kostenlos herunterladen: *KLICK*

Ich denke aber daran, auch etwas zu spenden, denn die Software ist wirklich klasse. Die Software wurde ursprünglich für Gamer konzipiert, die auf einer Plattform mit dem Namen Twitch senden. Irre, das, was man dort sehen kann, das ist sehr, sehr professionell. Ich bin begeistert. Leider springt die Ideenmaschine an, und das macht so eine Aktion auch nicht gerade leichter.

Der Spieltrieb erwacht, und ich denke groß. Ich kann mit Hilfe dieser Software Medien vorbereiten, die ich während des Live-Streamings einblende. Abgefahren! Ich kann Bilder einblenden, Kommentare, Videos. Hach, es ist eine Freude.
Ich beschließe das Startbild einzusetzen, dann ein Video, das ein paar Sekunden dauert, um noch mal an die Fragen zu erinnern, und die Spannung zu steigern. Dann wird das Kamerabild eingeblendet, und ich beginne. Wow! Ich träume vom großen Auftritt.

 

Leider kommt es ein wenig anders…

Ich blende das Startbild ein, und atme schnaufend in das Mikrofon. Hä?
Dann läuft das schicke Video. Aber ohne Ton. Man hört weiterhin mein atmendes Schnaufen. Mist, aber es ist zu spät. Ganz, als wäre nichts gewesen beginne ich.
Hier ist das Video mit Ton:

Dann wird es sehr verwirrend

Aber Huch, ich muss noch ein zusätzliches Facebook-Fenster öffnen, um die Kommentare der Teilnehmer zu sehen.
Ich stelle außerdem fest, dass es zwischen meinem Videobild in der Software und der Übertragung bei Facebook eine Verzögerung von 5-10 (!!!) Sekunden Dauer gibt. Wenn ich also längst etwas gesagt habe, dann beobachte ich mich selbst dabei, dass ich etwas sage.
DAS ist total irritierend. Leider führt das dazu, dass ich mehr auf dem Bildschirm herumschaue, als dass ich in die Kamera schaue.

Du kannst dir vorstellen, dass ich ganz neugierig auf meine nächste Live-Veranstaltung bin.

Meine TODOs für die nächste Veranstaltung

Ich habe mir ein paar To-Dos notiert:

  • Audio verstehen! -> Ich setze mich noch einmal intensiv mit den Audioeinstellungen auseinander. Ich bin da auch im Webinar immer eher unsicher, und froh, wenn ich nichts verstellen muss. Audio ist ja nicht so meins. Aber es muss ja…
  • Einen 2. Bildschirm anschließen, um die vielen offenen Programmfenster übersichtlich im Blick zu behalten.
  • Die Kamera so ausrichten, dass ich das Gesamtbild besser im Blick habe.
  • Mich noch sicherer in die Software OBS-Studio einarbeiten.

Vielleicht kommt noch etwas dazu, aber ein bisschen Übung darf ja schließlich auch dabei sein, oder? 🙂
Learning by doing.

In einem der nächsten Blogbeiträge gehe ich dann noch einmal ausführlich auf OBS Studio ein. Aber ich möchte gerne selbst noch ein wenig mehr dazu lernen.

Bist du dabei? Ich freu‘ mich drauf. Am 27. Juli 2016, in der Zeit von 19:00 – 19:30 Uhr bin ich wieder online. Schau mal hier auf meiner Seite vorbei:
https://www.facebook.com/SandraDirksDE/

Warst du schon mit einer Liveübertragung auf Facebook? Schreib mir gerne hier in den Kommentaren etwas über deine Erfahrungen.

 

Signet_Deine


*Dies ist ein Amazon-Affiliate-Link:

Wenn Du über diese Links bestellst, dann erhalte ich für meine Empfehlung ein paar Cent. Nicht so viel, dass ich mir davon ein Luxusleben in Saus und Braus gönnen könnte, aber es ist eine kleine Anerkennung, die mich freut. 🙂 Vielen Dank!

Der Beitrag gefällt dir?

Sandra Dirks

Hallo, ich bin Sandra!
Ich blogge über Flipcharts und Methoden, um zauberhaften Menschen dabei zu helfen, Ideen zu finden, für quirlige, überraschende und unvergessliche Events.

Folge mir auf Instagram, Pinterest, und YouTube für mehr Inspiration!
Opt In Image

Der Newsletter informiert dich über meine Themen und Angebote: Visualisieren, Trainingstipps und Methoden.

Informationen zu den Inhalten, der Protokollierung deiner Anmeldung, den Versand über den US-Anbieter ConvertKit, statistische Auswertung sowie deine Abbestellmöglichkeiten findest du in meiner Datenschutzerklärung: https://sandra-dirks.de/datenschutz/.

Voriger Beitrag
Nächster Beitrag

You Might Also Like

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
Huberta Weigl
Gast
Liebe Sandra, ich habe meinen ersten Testlauf in meiner geschlossenen Gruppe für Studenten gemacht (Thema: wissenschaftliches Schreiben). Ich habe mein iPhone, wie du, auf ein kleines Tischstativ (Selfoe-Stick) gesteckt und etwas seitlich versetzt vor den PC gestellt. Am PC habe ich beobachtet, ob mir Fragen gestellt werden (es kamen natürlich welche). Mein Hopala: Ich war seitenverkehrt zu sehen, was nur deshalb klar wurde, weil ich ein Buch in die Kamera gehalten habe. 🙂 Gegen Ende hin gab es einmal einen Tonausfall, aber da kann ich nichts machen. Eine stärkere WLAN-Verbindung als hier im Büro habe ich nicht zu bieten. Eine… Read more »
wpDiscuz
close

Magst du diesen Blog? Dann sag es gerne weiter. Vielen Dank!