Prüfungsvorbereitung für Verkäufer und Kaufleute im Einzelhandel

Methoden

Die Frühjahrs-Saison ist vorbei oder diese Schlacht ist geschlagen. Jedes Jahr aufs Neue in März-April und Oktober-November ist es wieder Thema: Prüfungsvorbereitung.

Ich gestehe: Auch wenn ich manchmal darüber fluche, dass es immer wieder dasselbe ist, mache ich das doch eigentlich ganz gerne. Seit 12 Jahren lasse ich mir jedes Jahr für diese Zeit etwas Neues einfallen, um die Themen aktivierend zu vermitteln.

Sämtliche Quizspielarten und Zuordnungsaufgaben haben wir schon ausprobiert. Selbst theaterpädagogische Methoden lassen sich für die Fachthemen (Lagerkennziffern, Kaufvertrag) hervorragend einsetzen. In diesem Jahr gab es nur wenige Neuerungen aus der Kategorie „Unterhaltung und Lernen“, weil wir im Hintergrund die Weichen für den Herbst 2010 und das Frühjahr 2011 ganz neu stellen. Gut, für die Teilnehmer macht es keinen Unterschied, das sind immer wieder andere, aber ich möchte doch immer wieder mal etwas Neues machen. 
Mir sind besonders in diesem Jahr vermehrt Verhaltensweisen aufgefallen, die mir zeigen, dass das Thema Prüfungsvorbereitung noch nicht erschöpfend bis zum Ende durchdacht ist.

Das Problem: Die Konzentration ist trotz Lernpausen und Methodenwechsel weniger vorhanden. 
Das ist auch bei anderen Themen so, mir geht es aber hier primär um die Prüfungsvorbereitung. Die Rückmeldung von Teilnehmern und Auftraggebern war durchweg positiv:

„Danke, wir haben ganz viel gelernt! Endlich habe ich das verstanden! Ach so, das Thema ist ja doch nicht so schlimm!“

Das macht mich einerseits zufrieden, aber es gibt immer wieder den Ansporn mehr zu bieten. Die Teilnehmer mit noch mehr verfestigtem Wissen aus dem Training in die Lernphase zu schicken. Ich merke, dass es mir immer einen Stich versetzt, wenn Teilnehmer sagen:

„Danke Frau Dirks, jetzt habe ich es verstanden aber ich muss es dann sowieso zu Hause auswendig lernen!“

Autsch, das mag dem einen oder anderen Leser vielleicht genügen, aber für mich ist das immer wieder ein Entwicklungsfeld. Wir haben keine hochwissenschaftlichen Themen. Die meisten Inhalte sind Anwendungswissen. Warum muss also der Teilnehmer das Wissen noch ,auswendig lernen‘? Ich finde, dass die freie Zeit, die die Teilnehmer für sich haben verdammmt knapp und wertvoll ist. Wenn sie dann für eine Woche im Seminar sitzen, sollte der höchstmögliche Output erreicht werden. Wenn mir also jemand sagt, dass er noch etwas zu Hause auswendig lernen will, dann bin ich der Meinung, dass es am Training liegt. Hier sollen, meiner Meinung nach, nicht nur einfach Lernimpulse gegeben werden. Hier soll aktiv gelernt werden. DAS ist ein Unterschied. Ich freue mich deshalb besonders über diese Rückmeldungen, denn dann ist es auch für mich ein gutes Seminar gewesen:

„O.k., ich schau‘ mir das dann zu Hause (oder im Laden, also im TUN) noch mal an. Dann fühle ich mich sicher. Ich mach‘ die Prüfungsbögen noch mal durch, damit ich auch wirklich überzeugt bin, dass ich es kann!“

Das ist ein guter Weg, denn das zeigt, dass ich meinen Job wirklich gut durchdacht erledigt habe. Das möchte ich zukünftig noch mehr hören und darum werfen wir das Thema komplett um und legen es jetzt schon mal neu auf.

Ich habe mir Unterstützung zu der Gestaltung geholt: Michael Krieg. TV-Autor und Producer wird mich als Autor unterstützen. Bisher haben wir als Referententeam für das Thema Comedy zusammengearbeitet. Aktuell überlegen wir, welche Themen sich eignen und wie man diese Themen in ein Seminarformat  (online und Präsenz) einbauen kann.

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Zukünftig werden wir in der Prüfungsvorbereitung noch mehr Elemente aus der TV-Unterhaltung einbauen und die Lerneinheiten so takten, wie im TV, weil wir glauben, dass unsere Lerner in genau diesem Rythmus aufnahmefähig sind. Wir selbst auch. Wir haben eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne und auf genau diese wollen wir mit unseren Methoden eingehen. 
Erschreckend habe ich festgestellt, dass ich selbst nach maximal drei Minuten einen YouTube-Film abbreche, weil mir das zu lange dauert. Nur wenn er wirklich spannend ist und/ oder mir einen großen Mehrwert bietet, dann bleibe ich dran. Gar nicht auszudenken, was das für ein Seminar bedeutet.

Fortsetzung folgt in den Blogbeiträgen zur apprenti-Online-Akademie.

Sandra Dirks

Hallo, ich bin Sandra!
Ich blogge über Flipcharts und Methoden, um zauberhaften Menschen dabei zu helfen, Ideen zu finden, für quirlige, überraschende und unvergessliche Events.

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