Rezension – Bildsprache von Petra Nitschke

Buchtipps, Visualisieren

Bildsprache

Wie Sie sicher bereits beobachten konnten, liebe ich Bücher mit grafischen Themen oder Präsentationstechniken.
Heute stelle ich Ihnen wieder ein nagelneues, wunderschönes Buch von Petra Nitschke vor. Ein Buch für die Freunde des Visualisierens. Das soeben erschienene Buch „Bildsprache“, führt die Leser auf ganz einfache und gut nachvollziehbare Weise in die Grundelemente der Bildsprache ein.

Das Buch hat ein praktisches etwa DIN A5 großes Format, dass sich gut im Trainerkoffer unterbringen lässt. Mit seinen etwa 280 Seiten ist das Buch zwar schon ein echtes Schwergewicht, ich möchte aber auf keine einzige Seite verzichten.

Das Buch ist genau so pädagogisch durchdacht aufgebaut, wie wir es uns als Profi auch in Seminar und Training gar nicht besser vorstellen können: Vom Leichten zum Schweren – vom Einfachen zum Detail.

Über das Training der Grundformen im Kapitel „Formen – Grundwortschatz“, das die Basis für alles legt, wird der Leser auf seinem Weg zum „Künstler“ begleitet. Durch diese Vorgehensweise wird es auch Lesern, die zunächst mit dem Glaubenssatz „Ich kann nicht zeichnen!“ unterwegs sind erleichtert, sich mutig an einfachen Textcontainern zu versuchen. Textcontainer, die jedes FlipChart, jedes Pinwand-Chart auflockern und damit aufwerten. Selbstverständlich auch Ihre Trainingsunterlagen, wenn Sie mögen. Die Einfachheit und das „Gewusst wie“, das in jedem Kapitel zu finden ist, ermöglicht den schnellen Lernerfolg der Leser. Das 1. Kapitel untergliedert sich in Grundformen, Textboxen, Fahnen & Banner, Diagramme, Prozesse und einfache Icons. Selbst diese einfachen Zeichen liefern eine ganze Menge Bildmaterial, mit dem Sie Ihre Visualisierungen im Seminar sehr schnell sehr professionell inszenieren können.

Eines meiner Lieblingsmotive ist die Litfasssäule. Die ist bei mir aber noch nicht so ganz gelungen, ein Trainingsfeld, fürwahr.
Hier im Einsatz als Textcontainer für einen Ablaufplan im Seminar. (Thema: Prüfungsvorbereitung für Handelsassistenten, fächerübergreifend)

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Selbstverständlich ist die Säule möglichst authentisch mit Original Liebeskritzelei von Kevin & Schantal. 😉

Angefixt von dieser Vorgehensweise und beschwingt durch den zeichnerischen Erfolg, der sich schnell einstellt, ist der Leser sicher auch bereit, sich auf weitere Zeichenabenteuer einzulassen.

Im Kapitel „Formen Aufbauwortschatz“ kann man sich an Varianten der Grundformen versuchen. Hier geht es darum, die Grundformen zu kombinieren, um neue Bilder entstehen zu lassen.
Das Kapitel untergliedert sich in die Bereiche: Wege zum Ziel, Infrastruktur, Bildung & Beruf, Haushalt, Freizeit, Natur.
Ein Ausflug in unterschiedliche Lebensbereiche unter der Überschrift „Ich nutze es auch privat!“  ist hier eine sehr gute Idee. Warum sollte man es nicht auch privat nutzen?
Auf meiner „Lieblingsseite“ ist es eher umgekehrt und ich habe mir ein paar Zeichnungen, die auf den ersten Blick ganz privat aussehen, zunutze gemacht, um sie für das Thema „Grad der Zielerreichung“ einzusetzen.

 

Reaktion der Teilnehmer „Oh, voll süß, n’Toaster!“ Kicherkicher

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Heute ganz frisch eingesetzt in der Prüfungsvorbereitung. 🙂 (Handyfoto!)

Haben die Leser die Kapitel mit den Formen bearbeitet, so folgen die Kapitel mit den Figuren. Figuren machen oft Angst. Auch bei den Figuren gibt es einen Grund- und einen Aufbauwortschatz. Ich empfehle auch, genau in dieser Reihenfolge vorzugehen, denn für die Figuren ist es immer gut, schon ein wenig „warm“ gezeichnet zu sein. Der Stift sitzt lockerer. Mir gefällt sehr gut, dass Petra Nitschke die Figuren wirklich komplett auseinandernimmt, um das Nachzeichnen möglichst einfach zu gestalten. So verlieren sie ihren Schrecken, denn schließlich zeichnet man hier eine Abwandlung der Grundformen. Der Figurenhorror, den viele seit dem Kunstunterricht in der Schule mit sich tragen ist einfach weg. Schaut man beim ersten Durchblättern des Buches noch mit großen Augen und den Gedanken „Das schaff’ ich nie!“, auf den Aufbauwortschatz der Figuren, so nähert man sich Seite um Seite auch den komplexeren Figuren. Vorausgesetzt, man zeichnet die einzelnen Schritte wirklich selbst nach. Alles eine Frage des Trainings, doch mit dem Buch „Bildsprache“ macht es Spaß dranzubleiben.

Hier gebe ich eine absolute Kaufempfehlung. Legen Sie sich unbedingt Marker neben das Buch, damit Sie dem Gedanken „Das muss ich unbedingt nachzeichnen!“ und dem damit verbundenem Kribbeln in den Fingern sofort nachgeben können.

Viel Spaß beim Stöbern und Zeichnen! 🙂

Bildsprache: Formen und Figuren in Grund- und Aufbauwortschatz

 

Sandra Dirks

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Susann
Gast

Hallo Sandra,

deine Rezension ist so toll, dass ich mir am liebsten das Buch SOFORT bestellen würde. Wenn nicht der Preis wäre… Kann ich mir dein Exemplar vielleicht erst einmal in echt anschauen? Ich hab nämlich viele Pläne, was daraus entstehen könnte… (also aus potenziellen Zeichnungen, nicht aus deinem Buch ;o)

Viele Grüße
Susann

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