Buchtipp – Der Website-Coach von Kerstin Boll*

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Buchtipp - Der Website Coach 3

Buchtipp - Der Website Coach 3

Das Buch (eBook) habe ich jetzt erst gelesen, nachdem ich meine Website umgestellt habe. Wohl um hinterher festzustellen, dass es dort immer noch einige Baustellen gibt.

Beim Buchtitel wird mir wieder klar, dass ich schon beim Verkünden der neuen Internetpräsenz einen Fehler gemacht habe. Ich habe überall herumposaunt, dass ich eine neue WEBSEITE habe, was natürlich falsch ist. Das war gleich das erste, was ich gelernt habe. Schließlich habe ich eine neue WEBSITE. Oha, das Buch deckt schon allein im Titel einen Fehler auf, den ich dreist immer wieder mache. Fehler zurückgemeldet bekommen? Steh ich gar nicht drauf, weißt du ja. Ob das Buch noch eine 2. Chance hat?

Ja!

Das Buch ist in drei große Teile aufgeteilt.
Sie enthalten alle Überlegungen, denen sich jeder stellen MUSS, der mit dem Gedanken an eine neue Webpräsenz unterwegs ist. Die Aufgaben und Überlegungen sind sehr präzise auf den Punkt gebracht, aber auch unbequem. Dieser Prozess kann eine Weile dauern, aber Kerstin Boll beschreibt sehr klar den Nutzen aller Überlegungen, sie führt viele Praxisbeispiele an, und macht dadurch Mut, dranzubleiben.

Buchtipp - Der Website Coach

 

Im 1. Teil „Schnellkurs Kundenflüsterer“ fasst sie die wichtigsten theoretischen Fakten zusammen.

Diesen Teil möchte ich gar nicht unbedingt als Schnellkurs bezeichnen, weil er das richtige Wissen, in der richtigen Dosierung an der richtigen Stelle präsentiert.
Sie erklärt darin, was du über das Trainermarketing wissen solltest. Danach das, was der Kunde möchte, und im Anschluss folgt daraus, wie du dein Trainerprofil gestalten solltest.

Das alles wird erklärt, ohne diese überall auftauchende Unart der mich nervenden Marketing-Schnacker. Zum Glück fehlt der Hinweis, dass ich mit diesen Maßnahmen sofort mindestens 10.000 € in der Woche verdienen werde, und andere Superlative. Kerstin Boll bleibt auf dem Teppich, und sachlich.

 

Für ein Thema in diesem 1. Teil bin ich sehr, sehr dankbar. Seit Jahren überlege ich, was denn nun in so ein Trainerprofil hineinkommt, das man herunterladen kann. Ich habe auch – ganz ehrlich – noch bei niemandem etwas gefunden, was wirklich klar zeigt: DIES ist ein Trainerprofil!

Brav habe ich – auch aktuell – so eine totlangweilige Vita, die mit jedem Buchstaben schreit:

„Alta, ich habe keine Ahnung, was hier rein gehört, und auch keinen Bock dazu, mir echt Gedanken zu machen. Buch mich, oder nicht, viel mehr Spaß als mit dieser Vita hast du auf meiner Website! Viel mehr Spaß habe ICH am Bloggen, und an den Seminaren mit netten Teilnehmern! Ich mache das wirklich gut, echt jetz mal! Warum nur hast du das Dokument heruntergeladen? Selbst Schuld! Och, nööö! Menno! Was, was ist denn jetzt?“

Jetzt habe ich zum allerersten Mal *hier eine Fanfare einsetzen* [ein bisschen] Lust darauf, wirklich ein Trainerprofil zu formulieren.

Gut, ich schreib jetzt erstmal diesen Beitrag, und in der nächsten Zeit wird es vielleicht noch nichts, aber zumindest habe ich jetzt eine Anleitung, und in der 2. Jahreshälfte dann bestimmt auch endlich ein wirkliches Trainerprofil. Versprochen! Erinnerst du mich dran?

Im 2. Teil des Buches sind wir mit Kerstin Boll unterwegs im Netz.

Hier geht es noch mal ans Eingemachte, denn es geht darum, wie ich den potentiellen Kunden Lust mache, auf meiner Seite zu verweilen. Aber mir wird auch klar, dass ich mit meiner Entscheidung, bewusst bloß keine Trainerwebsite haben zu wollen, sondern eher einen blingbling pinkfarbenen Mädchenblog, etwas schneller diesen Teil quer lese. Macht aber nichts, den einen oder anderen Tipp werde ich dennoch mal prüfen. Ist ja auch gar nicht schlimm, wenn der potentielle Kunde auf meiner Website strandet, länger verweilt, und sich womöglich wohlfühlt.

Weiter geht es mit Suchmaschinenmarketing. Hier hätte ich natürlich gerne mehr dazu gelesen, denn ich will da keinen Berater, ich will das selber machen, verstehen, durchdringen. Vielleicht buche ich da mal einen Onlinekurs, irgendwo, oder lese ein anderes Buch. Hoffentlich gibt es da ein gutes Arbeitsbuch, das ebenso auf den Punkt kommt wie dieses hier.
Sehr wertvoll ist der SEO-Abschnitt aber für alle, die einen Schnellüberblick möchten, um dann mit ihrem Berater ins Gespräch zu gehen. Das ist absolut im Rahmen des Buches, und vermittelt das nötige Grundwissen, um mit dem Berater so gut wie möglich auf Augenhöhe zu kommunizieren.

Sehr wichtig für mich ist der folgende Abschnitt „Ihre Ziele – Die Rolle der Website in der Kundengewinnung“. Hier setzt die Autorin die Website in den Kontext verschiedener Akquisestrategien. Endlich sagt’s mal einer! Es bringt Ordnung in meinen Kopf. Nach so vielen Jahren.

Für mich wieder ein persönliches Highlight, zeigt mir der Abschnitt doch, welche Ressourcen ich bereits mit viel Freude nutze, z.B. Bloggen. Welche mir Spaß machen, aber irgendwie keine Rolle mehr spielen, z.B. Telefonakquise. Welche mir gar keinen Spaß machen, deshalb viel Energie kosten, aber muss ja irgendwie so, z.B. Netzwerken. Oder auch nicht?

Im 3. Teil „Ihre Website planen“ wird es noch mal richtig anstrengend.

Jetzt geht es darum, wie du dich kundengerecht und mit Blick auf neue Aufträge präsentierst. Wer bis hierher eher „leicht gelesen“ hat, der kommt jetzt richtig ins Schwitzen. Ja, das ist ein Arbeitsbuch! Aber es hat ja auch niemand behauptet, dass es einfach sein würde. Für die eigene Website muss man richtig was tun. Hier geht es nicht um die schnelle Methode, oder den schnellen Mustertext, den man einfach so übernehmen kann. Denkste. Hier wird alles passgenau erstellt, und zwar eigenhirnig.

Hier könnte ich mir vorstellen, dass viele das Buch zur Seite legen, und das Projekt „Neue Website“ auf unbestimmte Zeit vertagen. Ich hätte ganz sicher dazu gehört, wenn meine Seite noch nicht soweit fertig erstellt wäre, und dies hier nicht eher der Qualitätskontrolle diente. Es ist eben ein Projekt, das Zeit braucht. Aber es ist es wert.

Als visueller Mensch könnte ich natürlich jetzt behaupten, dass es zu wenig zum Thema Design gibt. Das ist aber gar nicht Thema des Buches. Das habe ich hier auch nicht erwartet. Schließlich geht es hier um den ganzheitlichen Anspruch. Design ist nur ein kleiner Teil im Konzept für eine neue Website. Zugegeben der, der mir am meisten Spaß macht.

Die Hinweise aber, die du hier zum Layout erhältst, die sind wichtig. Auch die Hinweise zu den Themen Fotos, oder Design ganz allgemein. Hier steckt eine Menge drin, ohne dass es bunt ist.
Am Ende musst du dich sowieso entscheiden, was du möchtest. Wer deine Seite erstellt, oder was du mit deinen Fotos erreichen möchtest. By the way: Ich mag meine [kleine] Egoshow auf meiner Website.

Buchtipp - Der Website Coach 2

Fazit:

Wer mit dem Gedanken spielt, seine Website aufzuarbeiten, der sollte dieses Buch unbedingt lesen. Schon allein deshalb, um mal von den vielen langweiligen Beraterseiten wegzukommen. Diese, auf denen Stockphotos das Bild des in Denkerpose abgebildeten Trainers/Coachs totlangweilig abrunden, garniert mit Sinnsprüchen von längst toten Verfassern, die sich nicht mehr dagegen wehren können.

Auch wenn ich mir bei einigen Hinweisen an die eigene Nase fassen muss, und die Fehler nur vielleicht oder langsam entferne. Es ist außerdem ein Buch, dass du immer wieder zur Hand nehmen kannst, um die Passform und Aktualität deiner Webseite auf schnelle Weise zu überprüfen.

Kerstin Boll macht mit ihrem Buch das Internet langfristig schöner und persönlicher. Zumindest die Ecke der Trainerdings, Berater und Coachwebseiten. Kaufen!

Der Website-Coach. Profi-Tipps für einen starken Website-Auftritt – dem Herzstück in Ihrem Trainermarketing (Edition Training aktuell) **

 

 


*Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag ManagerSeminare kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

**Dies ist ein Amazon-Affiliate-Link:

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Sandra Dirks

Hallo, ich bin Sandra!
Ich blogge über Flipcharts und Methoden, um zauberhaften Menschen dabei zu helfen, Ideen zu finden, für quirlige, überraschende und unvergessliche Events.

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