Sieben erprobte Vorsätze mit denen du gut durchs Jahr kommst

Erlebnisse

Sechs Wochen im Dauertest erfolgreich getestet

Vorsätze zum neuen Jahr in den ersten Stunden des neuen Jahres, pah! Das kann ja jeder.

Ich habe mir in diesem Jahr vorgenommen, dass ich die Vorsätze erst erprobe, und dann darüber berichte. Sechs Wochen durchgehalten sind dabei schon eine gute Referenz.

Die kleinen Schritte sind es, die mich jetzt fröhlich durchs Jahr bringen.


 

  1. Bleib mir weg mit Jahresmotto und Jahreswort

Im letzten Jahr habe ich mir nichts so richtig vorgenommen, außer der Ansage: „Nicht reden, MACHEN 2015!“  – Ein Fehler, ein ganz böser Fehler!
Das hat zu Beginn ganz gut funktioniert, aber in der Folge musste ich leider feststellen, dass genau das Motto eben nicht gut für mich ist.

Erkannt habe ich das aber erst im Nachhinein.

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Ich habe es sogar ‚gelettert‘ und an die Wand gehängt.

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Neben dem MACHEN war für mich keine wirkliche Richtung erkennbar, und manchmal hatte ich das Gefühl, mich wie ein Blatt im Wind zu bewegen, ohne etwas wirklich zu machen.

Dennoch habe ich irgendwie viel gemacht. Aber war das wirklich wichtig?

Klar, mein neu gestalteter Flur sieht super aus. Das war auch gleich im Januar.

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Aber so spontane andere Aktionen hatten am Ende nicht den erwünschten Effekt.

 

Möglicherweise hat das dazu beigetragen, dass ich 2015 aus verschiedenen Gründen mal aus tiefster Seele als Kackjahr bezeichne.
Was also auch immer in 2016 passiert, es kann nur pink, goldig, himmlisch sein. Mag sein, dass ich deshalb jetzt meine Webseite mit viel pink gestalte.

 

Gerade war ich überzeugt davon, dass ein Jahresmotto für mich nicht in Frage kommt, da merkte eine im Grunde von mir geschätzte amerikanische Bloggerin an, sich ein Wort zum Wort des Jahres zu wählen. Ein Wort, das unser Bewusstsein auf etwas uns wirklich Wichtiges richtet.
Mir fiel sofort das Wort GEWINNMAXIMIERUNG ein.

Dann las ich weiter, und sie wollte sich dem Weltfrieden widmen, und besonders gut zu ihren Mitmenschen sein. Ach, sowas. Ich löschte mich aus ihrer Leserliste, ich mochte ihre handfeste Seite.

Auf Twitter indessen hatten wohl auch schon einige davon gelesen, so dass die Welle nach Deutschland schwappte. Einer nach dem anderen verkündete ein Wort für das es mindestens eine Heiligsprechung geben sollte, finde ich.

Nein, nein. Vorsicht mit solchen spontanen Aktionen. Wenn ihr schon so ein Motto oder Wort haben wollt, dann checkt vorher ab, ob das mit euren ganz persönlichen Zielen kompatibel ist.

 Vorsatz1

 

  1. Ich bilde mich nur bei Menschen weiter, die ich wirklich schätze und bewundere

Mönsch, das hat doch immer funktioniert. Außer wohl 2015.

Wenn ich mich für eine Weiterbildung entscheide, dann hat das ganz viel mit der Person oder dem Unternehmen zu tun, von der, oder von dem ich etwas lernen möchte. Nein, ich will nicht einfach etwas lernen, nur weil ich es lernen will, oder muss.
Ich will es von ganz bestimmten Personen lernen. Das setzt voraus, dass ich vorher etwas von ihnen gelesen habe, dass sie viel Erfahrung haben, bei dem was sie tun. Ich habe vielleicht auch ein paar Videokurse bei ihnen besucht, Bücher gekauft. Ich bin ein totaler Fan, und wäre auch bereit sonstwo hinzufahren, nur weil diese Person den Workshop oder das Seminar gibt.

Diese Menschen haben einen bestimmten Stil, einen bestimmten Humor, und ja es hat ein bisschen was von Guru. Also Guru für mich persönlich. Ist aber nicht krankhaft, denn es sind ja immer wechselnde Menschen, je nach dem, was ich gerade lernen möchte.

In 2015 ist das aus dem Ruder gelaufen. Ich habe mich von verschiedenen Leuten zu Kursen oder Challenges hinreißen lassen, die nicht unbedingt viel Geld, aber sehr viel Zeit gekostet haben, dennoch keinen bleibenden Effekt hatten.

„Das musst du machen, das ist total wichtig für Marketing/Auftritt/Social-Dings…Der/die ist total super… blablabla!“

Keiner dieser Vermittler war mir sympathisch, und mir hat meist nicht gefallen, was ich dort gelesen oder gemacht habe. Zum Teil gegen meine grundsätzliche Überzeugung. Ich dachte damals, dass das vielleicht jetzt so sein muss. Oft dachte ich auch, dass ich nicht richtig war, dort in dieser Runde.

Schließlich muss man sich verändern. Aber das war ganz sicher nicht mein Tribe, wie man das so neudeutsch sagt. Das war nicht mein Rudel.

Dazu kam dann auch noch dies: Leute die halb so alt sind wie ich wollen mir erklären, wie ich besser blogge? Nur weil sie mit reißerischen Themen zufällig gerade viel gelesen werden?

Hey, mein Blog ist seit 2009 mein wichtigstes Akquiseinstrument. Ich habe gebloggt, weil ich viel Lust dazu hatte. Meine Kunden buchen mich, weil sie mein Blog lesen, und meine Videos anschauen, weil sie mich sympathisch finden. Viel zu spät ist mir aufgegangen, dass mir durch diese ganze Pseudo-Weiterbildung die Lust am Bloggen vergangen ist. Ob ich denen das in Rechnung stelle? Am Ende des Jahres ist mir erst aufgegangen, dass das doch viel Müll war. Aber niemand hat mich gezwungen, also habe ich mich auch über mich geärgert.

Vorsatz2

Es ist nicht falsch sich ein eigenes Bild zu machen. Ich habe in diesem Jahr schon wieder viel gelernt, von Menschen, von denen ich wirklich etwas lernen will, und ich habe das Wissen gierig aufgesogen. Das ist auch in 2016 immer noch der richtige Weg!

 

 

  1. Wasser trinken

Huch, das passt jetzt ja gar nicht.

Denkste, das passt sehr gut. Mir gelingt es wirklich nur schwer, aber es ist gut fürs Wohlbefinden. Vor Silvester haben wir uns komplett neue Gläser gekauft. Wer mich kennt, der weiß, dass wir nur ein Geschirr, und eine Glasserie haben, die von guter Qualität ist, und wir – mein Mann und ich – wir sind es uns wert, diese Gläser jeden Tag zu benutzen.

Die Wassergläser haben so einen schönen Fuß, sehen auch ein bisschen aus wie Biergläser. Aber die Hauptsache ist, dass sie mir gefallen. Für andere mag das nicht wichtig sein, aber für mich ist es wichtig ein schönes Glas oder eine schöne Tasse auf dem Schreibtisch zu haben. Die schöne Tasse kann allerdings auch ein bunter Becher sein, der gute Erinnerungen mit sich führt.

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Also Pflicht ist es jetzt mindestens eine Flasche Vittel zu trinken, und an guten Tagen noch eine Kanne Tee dazu. An Kaffee muss ich mich nicht erinnern, aber an das Wasser schon.

Vorsatz3

  1. Erst duschen, dann Mails und Co.

Im letzten Jahr habe ich begonnen, wirklich fast ausschließlich von zu Hause zu arbeiten.

Hach, das habe ich aber dann schon ausgereizt, so mit Schlafanzug bis mittags, oder mit Schludelklamotten. Leider lässt man sich auch etwas gehen, und es ist auch kein schöner Anblick, wenn man dem DHL-Mann in diesem Aufzug die Tür öffnet. Armer Kerl. Manchmal waren meine Vormittage auch etwas zäh, bis ich so richtig auf Touren kam.

Für 2016 habe ich beschlossen, dass diese Reihenfolge tabu ist:

Aufstehen, Klo, Kaffee, Mails, ärgern über dies und das, Frühstück, arbeiten…, duschen…

Vorsatz4

Das funktioniert gut, und nach sechs Wochen kann ich sagen, dass ich nicht mehr den Wunsch verspüre, den Vormittag im Schlafanzug zu verbringen. Außerdem gehört ein kleines Tagesmakeup mit meiner Bobbi Brown BB-Cream und Mascara auch einfach dazu, weil es gut tut.

 

 

  1. Schludelklamotten aussortieren, weil du es dir wert bist

‚Zuhause arbeiten‘ ist das Stichwort. Ach, da reicht ja die Schludelhose, und das alte Shirt.

Nein, sortier das aus. Ich habe meinen Kleiderschrank aussortiert, und klar sitze ich hier nicht im Ballkleid, oder im coolsten Glitzerfummel.
Aber zumindest im Outfit, mit dem man auch auf die Straße gehen würde, oder in die City, um mit einer Freundin einen Kaffee zu trinken. Wofür hat man sonst die ganzen schönen Klamotten? Die sind ja nicht nur für andere, oder für gut, so wie früher.

Vorsatz5

 

 

  1. Mach mal Feierabend, und jeden Tag etwas, das dir Spaß macht

Ich nenne es die Work-Nähbalance. Aber die ist in den letzten Jahren sehr zu kurz gekommen. Da war meistens nur Work statt Nähen.

naehmaschine

Ich versuche um 17:30 – 18:00 Uhr Feierabend zu machen, um mich um die Dinge zu kümmern, die mich auch noch ausmachen, die mir Spaß machen. Dazu gehören: Nähen, weben, fotografieren, Aquarellmalerei, Kalligrafie. Dazu kommen dann für kurze kreative Projekte noch Nebendisziplinen, wie die Aufbereitung des Gartens, oder der wilde Wunsch einen bestimmten Teppich mit 1,80m Durchmesser zu häkeln, obwohl man gar nicht häkeln kann. Egal was es ist, und wenn es nur heißt, dass du auf dem Sofa rumhängst und nix machst.

Vorsatz6

P.S.

Aktuell habe ich noch Abendtermine für Webinare eingetragen, da muss ich mir dann die Zeit anders abknapsen. Aber zukünftig möchte ich nur in absoluten Ausnahmefällen Abendwebinare machen.

 

 

  1. Zwischen 23:00 und 23:50 Uhr ins Bett gehen

Vielleicht kennst du das auch, eigentlich könntest du schlafen gehen, aber da hängst du noch online rum, in irgendeinem Onlineshop, bei Facebook, oder wie ich leidenschaftlich, auf Pinterest.

 

Du wünschst dir auch am nächsten Tag ausgeschlafener zu sein. Dazu muss ich sagen, dass ich jeden Tag so zwischen 6:15 – 6:45 Uhr aufstehe, weil das der Zeitraum ist, in dem mein Mann die Wohnung verlässt, und ich bestehe absolut darauf, dass er mich weckt, weil ich auf keinen Fall in der Woche länger schlafen will. Schließlich will ich was schaffen. Das ist selbstverständlich nicht kompatibel mit einer Schlafenszeit von 0:30 – 1:30 Uhr.

Vorsatz7

Das mache ich jetzt. Gestern gab es einen Ausrutscher, da war es 0:03 Uhr. Aber sonst läuft das ganz gut mit diesem Vorsatz.

 


 

Nun, der eine oder andere mag sagen, dass das ja jetzt nix Dolles ist, oder dass das einfach ist. Für mich ist das nicht einfach, aber es bringt mir eine Menge. Vielleicht lassen sich damit aber auch noch ganz andere geheime und große Vorsätze realisieren? Warten wir es ab.

Wie sieht es denn mit deinen Vorsätzen aus? Läuft das bei dir?

Signet_Deine

 

Sandra Dirks

Hallo, ich bin Sandra!
Ich blogge über Flipcharts und Methoden, um zauberhaften Menschen dabei zu helfen, Ideen zu finden, für quirlige, überraschende und unvergessliche Events.

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