Urlaubsbuchtipps für Trainer?

Buchtipps
Meine Spuren im Sand

Ich habe mir vor ein paar Jahren abgewöhnt, Fachliteratur mit in den Urlaub zu nehmen. Die muss einfach in den Alltag integriert werden. Basta!

Zur Fachliteratur zählen für mich Methodenbücher, dazu Bücher, die das Methodenwissen vertiefen, also eine fachliche Basis schaffen, vielleicht sogar wissenschaftlich, wenn es sein muss. Außerdem gehören für mich auch die Anleitungen für Programme, Software oder Selbstmanagement etc. dazu.

Sicher liest sich manch ein Buch leichter, als ein anderes, das Thema ist immer Geschmackssache, soviel ist klar. Als Autorin des Humorkochbuchs schreibe ich dieses als Pflichtlektüre in jeder Lebenslage vor. Selbstredend. 😉 Es treibt mich vielmehr eine andere Frage um:

Kann ich wirklich richtig abschalten, wenn ich Fachliteratur lese? Wäre ein Abschalten, gerade auch für den Freiberufler, nicht eine gute Idee?

Wenn ich einen Roman lese, dann nehme ich das Buch, setze mich in eine Ecke und lese einfach. Vertiefe mich in das Buch und verliere mich darin. Bei mir sind das meistens Liebes-, Frauen- oder Schnulzenromane. Hach. Hauptsache mit Happy-End. Wehe nicht!!! Wenn mir das Happy-End nicht passt, dann werde ich richtig, richtig sauer und möchte den Autoren etwas Böses antun. Vielleicht esse ich auch nur wütend einen Eisbecher und ärgere mich, dass ich nicht vorher mehr Info zum Buch eingeholt habe, das hätte vielleicht meine Enttäuschung verhindert.
So geschehen im letzten Jahr bei Jojo Moyes bei dem Buch „Ein ganzes halbes Jahr“. Oh, war ich wütend. Ich fand das so doof. Lassen wir das. Meistens kaufe ich dann schnell ein Buch, bei dem am Ende die Welt in Ordnung ist. So! Das ist insgesamt gesehen aber wirklich entspannend.

Im Gegensatz zu einem Roman verliere ich mich höchst selten derart tief in Fachbüchern. Wenn ich ein Fachbuch lese, dann brauche ich erstmal einen Stapel Post-Its griffbereit, denn ich lasse mich sehr leicht ablenken, wenn ich die erst suchen muss. Ich werde wahnsinnig, wenn ich die dazu nicht griffbereit habe, denn möglicherweise entdecke ich in diesem Moment eine für mich wichtige Stelle, die ich sofort mit einem Post-It markieren muss. Schließlich muss ich sie ja hinterher wiederfinden. Das hat zur Folge, dass überall zu Hause, an den potentiellen ‚Lesestellen‘ Post-Its herumliegen, Esszimmertisch, Sofa, Klo…
Wenn ich dann nicht in Sekundenschnelle so ein Zettelchen finde, dann werde ich abgelenkt. Schaue ich vom Esszimmertisch länger auf und nach Draußen, dann fällt mir in diesem Moment ein, dass ich noch die Blumen gießen wollte. Ach, das mache ich am besten sofort. Beim Lesen am Schreibtisch fällt mein Blick auf das Telefon, und mir fällt ein, dass ich ja noch mal versuchen wollte, Herrn X anzurufen, weil der ja um 15:00 Uhr wieder im Büro ist, und jetzt ist es 15:02 Uhr. Wo ist überhaupt das verdammte Post-It? Irgendwas ist ja immer.
Sicher verlegen viele Trainer aus genau diesen Gründen das Lesen der Fachliteratur in den Urlaub.
Man könnte jetzt sagen, dass Fachbücher, die ich lese unterhaltsamer sein müssten, damit ich dranbleibe. Aber so ist nun mal Alltag.

Ich bin natürlich nicht nur unkonzentriert, wenn ich Fachbücher lese. Mein Hirn wird zur Ideenmaschine. Gerade bei Methodenbüchern habe ich immer schnell eine Idee, wie ich etwas für mich und meine Themen einsetzen kann. Da mache ich mir vielleicht zusätzlich noch Notizen, ein Mind Map oder ähnliches. Klar denke ich dabei an meinen Job. An einen Auftrag, der gerade aktuell ist. Ein Seminar, das noch zu konzipieren ist, oder einen neuen Videokurs. Das reißt mich so mit, dass ich dann auch daran arbeiten möchte. Aber genau hier liegt das Problem. Wenn ich am Strand sitze, oder im Urlaub in der Ferienwohung, muss das dann sein?
Wenn ich für vier oder noch mehr Wochen in eine schöne Umgebung reise, um dort sowohl zu arbeiten, als auch zu entspannen, so wie meine liebe Kollegin Zamyat Klein das in der Türkei macht, dann mag das funktionieren. Aber die meisten Freiberufler nehmen sich im Durchschnitt ein bis maximal drei Wochen Urlaub. Urlaub zum entspannen, den sie zum Auftanken mit der Familie brauchen. Ist es da wirklich sinnvoll, sich in Fachliteratur zu vertiefen? Wäre es nicht viel gesünder, mal los zu lassen und etwas anderes zu tun, um dann mit neuer Power nach dem Urlaub wieder durchzustarten?

Auf das Meer schauen

Herrlich, so am Strand. wollen Sie da wirklich an den Job denken?

Wie ist das bei Ihnen?

 

 

Sandra Dirks

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Ich blogge über Flipcharts und Methoden, um zauberhaften Menschen dabei zu helfen, Ideen zu finden, für quirlige, überraschende und unvergessliche Events.

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Judith Torma - die Rednermacherin
Gast
Ja ohne Fachbuch in den Urlaub. In den wenigen Urlaubstagen, die ganz und gar der Familie gehören und für mich zum Auftanken sind, nehme ich mir keine Arbeit mit und lasse auch die E-Mails im Postfach liegen. Nichts ist so dringend, dass die Welt wegen einer E-Mail untergeht und Kunden, die mich in meinem Urlaub auch noch erreichen müssen – mh sind dann eben nicht meine Kunden. Für mich sind es fast immer historische Romane, die mir den Urlaub versüßen – mal sehen was ich für August noch auftreiben kann. Ich freue mich auf meine freien Tagen, sind ja eh… Read more »
Petra Manthey-Petersen
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Huhu Sandra, viele Jahre lang habe ich Fachliteratur mit in den Urlaub genommen – und hatte viele Jahre lang ein schlechtes Gewissen, weil ich dann den Strand/Berg/Aussicht/Faulenzen spannender fand und nichts vernünftig gelesen bekam. Dann nahm ich Fachbücher mit mit der Maßgabe, sie nicht lesen zu MÜSSEN. War schon besser. Mittlerweile finde ich aber, Fachliteratur hat im Urlaub – vor allem, wenn er kurz ist – nichts zu suchen. Erholung klappt tatsächlich besser, wenn man sein Hirn mal komplett mit anderen Eindrücken versorgt. Und die Lust aufs Lesen „wichtiger Texte“ kann so auch wieder steigen ;-). Wenn ich nach drei… Read more »
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