Sie lassen sich mal ordentlich hängen? Sie hängen entspannt rum? Oder gehen Sie auf eine große Reise?
Klar, wenn sie wollen, dann gehen sie heimlich mit ihren Markerfreunden und ‑freundinnen auf große Reise. Vor einigen Jahren sind einige von ihnen im vornehmen Teil Dänemarks an einem Ostseestrand gesichtet worden. Man gönnt sich ja sonst nichts. Nur mit Sonnenbrillen bekleidet. Nun, sie können’s halt tragen.
Das ist aber die Ausnahme.


Vielmehr hängen sie – also, wenn’s gut für sie läuft, dann hängen die wasserbasierten Marker kopfüber in ihren dafür vorgesehenen Novario-Behältern in des Facilitators oder Trainers Arbeitszimmer. Manche bleiben im Moderationskoffer sicher verwahrt. Andere befinden sich in Schubladen oder auf Regalen, offen im Raum, und genießen die Aufmerksamkeit, die ihnen immer mal zuteil wird, wenn es doch in dieser Zeit mal spontan etwas in großem Format zu notieren gilt.
Für alle anderen sehe ich persönlich schwarz. Denn wer weiß schon, ob sie bei falscher Lagerung nach der Urlaubszeit jemals wieder in Schwung kommen?
Aus dem Novario geplaudert
Manchmal höre ich Gekicher, wenn sie sich unterhalten. Wahrscheinlich erzählen sie sich Markerwitze.
Manchmal höre ich die Lieblingsfarben damit prahlen, dass sie in diesem Jahr schon wieder eine große Menge an Workshopräumen und Menschen zu Gesicht bekommen haben. Während sich einige von ihnen wünschen, dass sie hoffentlich vor dem nächsten Einsatz nochmal in den Genuss einer ausführlichen Markerkosmetik kommen. Denn mal ehrlich – die wenigsten Teilnehmenden wissen scheinbar, wie man ordentlich mit einer Keilspitze agiert, und das geht einem schon mal gehörig auf die Spitze, wenn man Marker ist.
So kann man sich auf gar keinen Fall in der neuen Saison und in keinem Workshopraum blicken lassen. Einige sind durstig und fühlen sich zudem ausgelaugt, andere wünschen sich, man würde sie mal endlich ordentlich rannehmen (ups, 🤭🫢🤭), weil ihnen die Tinte nach der letzten Auffüllung irgendwie immer noch bis zur Kappe steht.
Während die blasse Fliedernote sich darüber echauffiert, dass ihr die Tinte beim letzten Flug zum Einsatz mal wieder ordentlich in die Spitze gestiegen ist. Sogar darüber hinaus bis in die Kappe, aber das verschweigt sie dann doch.
Über solche Abenteuer können die Braun- und Grüntöne, Gelb und Violett nur staunen. Wie gerne wären sie auch einmal bei solchen „Spezialeinsätzen“ dabei. Bisher nicken sie eifrig und wissend, wenn die anderen von der großen, weiten Welt berichten. Mal ehrlich, wer will sich schon die Blöße geben und zugeben, dass man in den vergangenen Jahren nirgendwo mitdurfte?
In diesem Jahr unterbreche ich die Runde und nehme einige von ihnen mit auf die Terrasse, um an einem Spezialauftrag teilzunehmen. Orange ist mal mit dabei. Na, immerhin.

Die Marine-Jugend benötigte ein paar schöne Schilder zur Orientierung der Gäste beim Fischerstechen
Ein lustiges Event, das seit einigen Jahren immer in meinem alten Verein in meiner Heimatstadt Helmstedt stattfindet. Im vergangenen Jahr wurde ich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, für dieses Jahr ein paar Schilder zur Orientierung zu malen. Was für eine Frage? Klar habe ich dazu Lust! Zum Glück haben sie nicht gefragt, ob ich einen Kuchen backen könnte. Hier hätte ich sicherlich eine gute Ausrede gefunden, das nicht zu tun. 😄
Ich bin bei der Aktion ein ganz kleines bisschen zur Hochform aufgelaufen, während ich auf der Pappe fröhlich kreativ eskalierte.
Neulich mussten wir hier zu Hause einen neuen Kühlschrank bestellen. Wie praktisch. Ich rettete unversehrte Seitenteile des Kühlschrankkartons vor dem Altpapier und zertrennte sie fachkundig in drei Teile in etwa Flipchartgröße.
Diese Teile strich ich mit Buchbinderkleber ein und klebte Flipchartblätter mit der weißen Seite nach oben auf diese Pappe. Für diese Schilder wollte ich zwar die Pappe recyceln, aber ich wollte auch, dass die Farben strahlen.
Pro-Tipp: Wenn du große Flächen Papier aufeinander oder auf Pappe kleben musst, dann verwende unbedingt Buchbinderkleber. Der ist klasse und zieht sich nach dem Trocknen wieder schön glatt. Da macht selbst mir das Kleben Spaß. Hier findest du den Buchbinderkleber.*
Pappe präpariert. Los geht’s!

Erst habe ich mir kleine Skizzen auf DIN-A4-Papier mit dem Bleistift erstellt. Ich liebe meinen Faber-Castell Jumbo in 2B.* Hier habe ich gleich die ganze Blechbox,* hier sind auch gleich noch die Geschwister HB, 4B, 6B und 8B drin. Der 8B macht auch Spaß! 😍

Die kleinen Zeichnungen habe ich dann mit dem Bleistift auf die große Pappe übertragen. Dazu verwende ich auch immer den 2B-Bleistift. So stelle ich sicher, dass nach dem Radieren keine dicken Spuren auf der Oberfläche bleiben.
Nachdem ich mit den Zeichnungen auf der Pappe zufrieden war, habe ich sie einfach mit dem schwarzen Marker nachgezogen. Schließlich brauchen die Schilder ja Fernwirkung.


Dann habe ich die Schilder mit meinem Lieblings-Cutter-Teppichmesser – ohne das hier solche Aktionen gar nicht laufen – ausgeschnitten. Nach der ursprünglichen Idee, alles nur oberflächlich auszuschneiden und ggf. nur einen kleinen weißen Rand zu lassen, bin ich leider kreativ eskaliert und habe die Buchstaben ausgeschnippelt. Passiert! Ist nicht schlimm, ist halt die Extrameile.


Bei den Farben habe ich mir erlaubt, bunter zu sein als auf dem Flipchart, aber dennoch auf ein bisschen Farbbalance zu achten.

Das hat richtig Spaß gemacht. Interessant, dass aus Buchstaben auch Vorhänge werden können. Aber um die Stabilität zwischen L und E zu sichern, musste noch der kleine graue Vorhang dazwischen. So konnte auch das Schild mit der Aufschrift Hier noch oben drüber.

Hier wäre es doch sehr filigran geworden, wenn ich es ausgeschnitten hätte.

Ich liebe ja das Team mit dem Meermann. Diese Idee geistert schon seit Wochen durch meinen Kopf.

Sagte ich schon, dass das Zeichnen von Tieren meistens schiefgeht? Der kleine Seehund rechts ist ja wohl eindeutig eine orangefarbene Ente.

Es braucht immer 3er-Teams. Das lässt sich gut durch einfaches Nummerieren darstellen.



Bei den quadratischen und den DIN-A4-Schildern hatte ich mich wieder gefangen und Dunkelblau den Vortritt gelassen. Passt ja.



Hier sind einige von ihnen während der Veranstaltung:


Spaß hat’s gemacht! Flipcharts machst du ja immer irgendwie für Events, dies ist auch ein Event. Überall, wo Menschen Orientierung benötigen, darf unbedingt auch mal dein Arbeitswerkzeug aus deinem Moderationskoffer eingesetzt werden. Flipcharts zu zeichnen ist also nicht nur etwas für den Job, sondern auch einfach fürs Leben.
Noch ein Beispiel?
Nächste Idee: Straßenflohmarkt. Bei uns in der Straße ist das neu, und so fand in diesem Jahr zum ersten Mal ein Straßenflohmarkt statt. Natürlich nicht ohne Dirkssche Verkaufsschilder. ☝️😁

Kleiner Flohmarkt, kleine Auswahl. Orientierung ist ja wichtig.

Kartons tauchen ja ständig wieder auf. Ich habe im vergangenen Jahr begonnen, Kartons, die noch relativ gut aussehen, in Pappschilder zu zerschneiden. Da ich damit auch immer noch ein kleines privates Kunstprojekt geplant habe, sammle ich sie in einer IKEA-Sammelbox. Merke: Nur eine Box. Du musst nicht so extrem hamstern! Amazon liefert fast täglich nach. Gut funktioniert es, wenn du nur eine dieser Sammelboxen füllst. Der Rest landet dann mit den nicht so schönen Stücken im Altpapier.

Die maximale Größe der Pappstücke ist DIN A4, die meisten Stücke sind 10 x 10, 15×15 oder A5. Das reicht für die meisten Schilder.

Darüber haben sich viele der Besucher:innen sehr gefreut und dafür habe ich viel Lob erhalten. Klar, wer fühlt sich nicht gerne willkommen?


Ja klar! Der Sinn des Flohmarkts ist es, Waren zu verkaufen!


Einige Stücke wollte ich gerne im Set verkaufen.

Um ganz sicher zu gehen, habe ich den Ort noch näher beschrieben. Hat Spaß gemacht, sowohl der Flohmarkt, als auch das Schreiben der Schilder. Sind übrigens ganz handelsübliche Flipchart-Buchstaben. Cool, oder?
Wenn du das lernen möchtest, dann komm doch einfach hier in meinen Kurs.
So, für welche Events hast du deine Marker schon neben deinem Job genutzt? Schreib es mir gerne hier in die Kommentare.

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