Kreative Workshopmethoden mit Kosmetik-Mockups: Was brauchst du heute?
Wenn du dich morgens fragst, ob heute eher Methoden-Mousse, Reel Remover oder doch lieber ein Ideen-Trockenshampoo dran ist, weil dir noch ein paar spontane Einfälle für den nächsten Workshop-Tag fehlen, dann bist du vermutlich Trainerin. So wie ich.
Diese kleine Idee, ein witziger Gedanke eigentlich, hat mich vor über 15 Jahren getriggert. Damals, als die ersten Designsoftware-Anwendungen herauskamen, mit denen man Figuren ankleiden und eigene Produkte gestalten konnte. Aber alles war zu kompliziert, zu teuer oder schlicht nicht umsetzbar für mich.
Ich habe gescrollt, gestöbert, geseufzt. Mockups gab es nur auf diesen Kreativseiten, auf denen ich mich eh schon immer herumtrieb. Wenn du dir heute meine Wunschlisten dort anschaust, findest du da: Tuben, Tiegel, Fläschchen mit Pipette oder Pumpspender, alles fein säuberlich favorisiert.
Alles, was ich gern mal mit meinen eigenen Designs versehen wollte: Eine Tube Mut, ein Spray mit Zuversicht
Ich glaube, die erste Idee war: Ich wollte eine Tube Mut verschenken oder ein Pumpspray „Zuversicht“ oder ein „Nicht-vergessen-Spray“. Ich hatte total Lust, solche Dinge zu gestalten, auf kleine Karten zu drucken und sie dann im Training mitzugeben. Ich sah mich schon, wie ich mit einem riesigen Korb voller Postkarten durch den Seminarraum schlenderte und diese Mini-Botschaften verschenkte.

Ich hasse Postkartenübungen! Passt das also trotzdem in meine Workshops?
Weißt du, diese Übungen à la: „Wähle eine Postkarte, die zu deinem Gefühl heute passt. Und sag warum.“ Habe ich am Anfang meiner Trainerzeit natürlich auch gemacht. Weil Trainer:innen das halt so machen. Innerlich habe ich mich fast übergeben. Sorry.
Diese Karten sollten also etwas Besonderes werden, etwas Handfestes.
Die einzige Postkartenübung, die ich gut finde, ist diese hier:
Ich glaube, es liegt daran, dass auf den meisten Karten irgendwas mit Natur zu sehen ist. Alle Trainer:innen, die ich kenne, sind irgendwie naturverbunden. Nur ich nicht. Ich habe null Bezug zur Natur. Mir ist das … egal. Ich mag nur das Meer.
Ich liebe schöne Flaschen, Verpackungen, edle Kosmetik, Handtaschen, Schuhe. Lebensmittel in schicker Umverpackung. Also Dinge, die nicht unbedingt „natürlich“ sind, sondern einfach hübsch.
Schön gemacht. Das ist essenziell. Material Girl, ICH, schon immer.
Mit Absicht und vielleicht auch mit einem Augenzwinkern.

Humor & Visualisierung: So wirken Methoden mit Augenzwinkern
Humor und Bildsprache helfen dabei, Teilnehmende niederschwellig zu aktivieren. Sie holen uns auf der Metaebene ab. Sie bringen uns zum Nachdenken, ohne den Seelenstriptease, der mir offen gestanden meistens zu viel ist. Es geht nicht um die Frage: „Was sind deine Schwächen, was willst du verändern?“ Sondern eher: „Was bringst du schon mit und was hättest du gern?“

Workshopideen mit KI gestalten oder: Warum der Zeitpunkt jetzt perfekt ist
Die Idee ist alt. Aber jetzt konnte ich sie endlich umsetzen. Dank KI. Ich habe keine teuren Mockups gekauft, sondern einfach meine 18 Dollar für ChatGPT bezahlt und los ging’s. Ich bin beim Herumstöbern über die KI-Funktion in Canva gestolpert und dachte plötzlich: „Moment mal, das kann doch nicht sein, die bauen mir hier echt ein florales Kosmetikprodukt auf Knopfdruck?! Wie geil ist das denn bitte?“
Und BÄM. Da war er: Mein 15 Jahre alter Traum wurde Realität. Ich habe mit ChatGPT zusammen 25 Produkte entwickelt und visualisiert. Vier Stunden hat’s gedauert. Ohne Scherz: Das war mehr Zeit, als ich für die Vorbereitung des gesamten Workshops gebraucht habe, in dem ich diese Produkte eingesetzt habe. Aber sie sind keine Eintagsfliegen, die Produkte. Sie sind Teil einer wachsenden Kollektion.

Die Extrameile im Training: Warum kreative Ideen sich immer lohnen
Diese Extrameile ist nicht optional. Sie ist mein Job.
Sie ist das, was mich ausmacht. Sie ist der Grund, warum Menschen mich buchen, weil ich bereit bin, vier Stunden in solch einen wunderbaren Quatsch zu investieren. In genau diesen „Quatsch“, der Teilnehmenden ein Lächeln aufs Gesicht zaubert, sie ins Denken bringt und Ideen oder Handlungen auslöst.
Ich mache das nicht, weil ich zu viel Zeit habe. Ich mache das, weil ich diese Art von Lernmaterial liebe, weil sie nachhaltig wirkt und weil es mein Stil ist. Punkt.

Drei Einsatzszenarien für deine Workshopkosmetik
1. Einstieg: Welche Zutat benötigst du heute?
Klassischer Check-in. Alle ziehen ein Produkt (z. B. Reel Remover) und erklären, warum es heute passend ist. Online kannst du auch alle Produkte auf einem Whiteboard präsentieren.
Ziel: Check-in oder humorvolle Selbsterklärung statt Vorstellungsrunde.
Fragen:
- Welche Zutat benötigst du heute?
- Was darf in deinem Video-Cocktail auf keinen Fall fehlen?
- Was hast du schon und was hättest du gern?
2. Kosmetik-Überraschungsbox
Du baust dir eine virtuelle Wundertüte (z. B. in Canva, PowerPoint, Whiteboard). Jeder bekommt per Zufall ein Produkt zugewiesen (z. B. über Screenshot oder Zufallsanzeige).
Reflexionsfragen:
- Was hat das mit dir und dem Thema zu tun?
- Wie hilft dir das Produkt beim Transfer?
- Was fällt dir spontan dazu ein?
3. Eigene Produkte entwickeln
Frage: Wenn du morgen ein eigenes Produkt herausbringen würdest, wie würde es heißen? Was würde es können?
Beispiele:
- Zweifel-weg-Duschgel: Einmal einschäumen und endlich aufnehmen.
- Script Confidence Mascara: Sorgt für klaren Blick auf den roten Faden.
Optional: Blanko-Templates zur Verfügung stellen, die die Teilnehmenden selbst beschriften können.
Ich finde es auch gut, die Teilnehmenden zu Projektbeginn in Breakout-Sessions zusammenzubringen und zu sagen: „Entwickelt eine Produktlinie, die das Projekt unterstützt.“
Wäre das Thema etwa Frühstück, könnte eine Linie bestehen aus einem Marmeladenglas mit der Aufschrift „Ideen-Cluster-Konfitüre“, einer Müslipackung „Aus dem Quark, in den Quark – geheime Team-Mischung“, einer Packung Aufbackbrötchen „Team-Brötchen mit Kompetenz-Körnchen“ oder sogar einer Mut-Wurst, um sicher in das Projekt zu starten.
Oder du orientierst dich, wie ich, an klassischen Kosmetiklinien und baust daraus etwas Passendes: Tagespflege, Nachtpflege, Augenpflege, Serum, Reinigungsgel, Gesichtswasser, Körperlotion.
Du könntest verschiedene Blanko-Vorlagen bereitstellen und sagen: „Erstellt drei Produkte, die euch helfen, dieses Thema oder Projekt zu bewältigen.“
Oft nutzen wir Fragen wie: „Welche Stärken, Kompetenzen oder Fähigkeiten bringst du mit?“ Diese Übung geht einen kreativeren Weg. Produkte lassen sich mit Inhalt füllen: Ob Sportgeräte, Müsliriegel oder Kaffeebecher, Hauptsache, die Teilnehmenden werden aktiv.
Du kannst Bilder vorgeben (leere Fläschchen, Tiegel, Tassen, Süßigkeiten-Verpackungen etc.), die die Teilnehmenden mit Texten versehen sollen. Oder: Du lässt sie eigene Prompts in der KI anwenden und mit einem Grundprompt ihre Produktidee generieren. So steuern sie den Inhalt selbst und die KI hilft bei der Gestaltung.
Vorausgesetzt, die KI wird nicht nur als Trainingsspielzeug verwendet, dafür habe ich kein Verständnis. Wenn die KI eingesetzt wird, dann achte darauf, dass es wirklich auch für reale Projekte ist, an denen die Teilnehmenden aktuell arbeiten! Auch wenn sie dafür den kleinen Kreativhebel der „Produktgestaltung“ nutzen.
Es geht nicht darum, die KI alles machen zu lassen. Sondern: sich inspirieren zu lassen, gemeinsam zu gestalten, zu reflektieren und sich dabei zu fragen: „Was hat das eigentlich mit uns zu tun?“

Den Workshop-Abschluss kreativ gestalten: Ein Produkt als letzter Schliff
Wenn du in ein Thema so kreativ einsteigst, dann gehört auch ein passender Abschluss dazu. Ich empfinde es als gut, wenn ein Einstieg und ein Abschluss aus der gleichen Welt kommen. Also, wenn ich einsteige und sage: „Stichwort Garten, Stichwort Rummelplatz“ oder Ähnliches, dann brauche ich auch einen Ausstieg mit dem gleichen Bild, um das Ganze rund zu machen.
Abschlussübung zu meinem Thema: Mein Video
Die Teilnehmenden reflektieren, was sie aus der Session mitnehmen. aber nicht in Form von „Was hast du gelernt?“ (frage ich auch immer wieder gern), sondern kreativ und charmant, als eigenes Produkt.
Die Methode stärkt das Gefühl: Ich kann das.
Anleitung: Stell dir vor, du bringst morgen ein eigenes Produkt auf den Markt. Eine ganz neue kreative Zutat für deine persönliche Videoproduktion (oder was auch immer dein Thema ist). Es muss nicht perfekt sein, aber es hilft dir beim nächsten Schritt. Wie heißt das Produkt? Was bewirkt es?
Optional kannst du eine kleine Auswahl vorgeben: ein Serum, ein Booster, ein Duschgel, ein Spray. Das hilft deinen Teilnehmenden vielleicht in der Reflexion. Du hast vielleicht zu Beginn schon die Bilder gezeigt. Wenn das inspirierend war und du Zeit hast, kannst du die Teilnehmenden noch einmal einladen, sich auf dem Whiteboard mit den Bildern umzuschauen.
Beispielformulierungen der Teilnehmenden könnten sein:
- Ich bringe das Zweifel-weg-Duschgel raus, einmal einschäumen, und ich drücke endlich mal auf Aufnahme.
- Mein Produkt ist der Script Confidence Mascara, der für klaren Blick auf den roten Faden sorgt.
- Ich setze auf Kamera-Deo, das lässt mich frischer und selbstbewusster wirken, wenn ich vor der Kamera bin.
Schön ist, wenn die Ergebnisse auch gesammelt werden. Du kannst die Ergebnisse der Teilnehmenden z. B. in einer gemeinsamen Secret Group Collection veröffentlichen, als Spickzettel, als Whiteboard-Collage oder als PDF zum Mitnehmen.
Das kann einfach nur eine Liste mit Produktnamen sein oder auch beschriftete Blanko-Kosmetikmotive. So entsteht ein Gemeinschaftsgefühl. Ich bin überzeugt: Wenn du diesen Beitrag bis hierhin gelesen hast, ist deine Ideenmaschine ohnehin längst angesprungen.
Was bringt das Ganze? Eine Tabelle für deinen Methodenkoffer:
| Szenario | Methode | Ziel |
|---|---|---|
| Einstieg | Alle ziehen ein Produkt (z. B. Reel Remover) und erklären, warum es heute passt. | Humorvolle Selbsterklärung, erste Kommunikation |
| Reflexion | Teilnehmende gestalten eigene Workshopprodukte (z. B. Feedback-Fluid, Kritikkur). | Reflexion über Gelerntes mit kreativer Transferhilfe |
| Abschluss | Produktbewertung: „Wie würdest du das heutige Training als Pflegeprodukt beschreiben?“ | Humorvolles, aber klares Feedbackformat |
Reflexion mit Humor & Haltung: Warum das Sinn ergibt
Es geht hier nicht um eine Spielerei, sondern es handelt sich hier um eine ernst gemeinte Einladung zur Reflexion. Warum? Es ist eine Verbindung zu meinen (Sandra Dirks) persönlichen Prinzipien: Leichtigkeit & Tiefe, Humor & Haltung.
Das ist etwas, was mir sehr, sehr wichtig ist und was ich immer wieder versuche zu vermitteln. Das ist außerdem etwas, das wir uns als Trainer:innen zu eigen machen dürfen. Es ist immer auch eine Einladung zum Mitmachen.
Was fehlt im Sortiment?
Welches Produkt fehlt noch im Sortiment? Was würdest du gern mal auftragen in deinem nächsten Workshop?
Ich bin sehr gespannt, was du daraus machst. Und mich interessiert brennend:
- Was sind deine Produkte?
- Aus welcher Produktfamilie kommen sie?
- Wenn wir das Ganze wie ein großes Warenhaus betrachten: Aus welcher Warengruppe stammen deine Workshoptools?
Ein Storytelling-Pullunder? Eine Rücksprache-Bluse? (Ja, die gab’s früher mal mit tiefem Ausschnitt, speziell für Gespräche mit der Geschäftsführung.) Vielleicht eine Mut-Jeans?
Wichtig ist es: WEG vom klassischen Trainingsmaterial.
Ich will also jetzt hier unten nicht Kommentare lesen wie: „Ich habe für alles einen Marker.“
Das ist zu nah dran. Dann hast du – sorry – den Beitrag zwar gelesen, aber du hast ihn nicht kapiert. Dann musst du nochmal von oben anfangen.
In anderen Beiträgen reden wir hier gern wieder über Moderationskärtchen, Pinnwand und Trainings-Geraffel. Das passt hier heute nicht. Schau mal in eine Welt, die anders ist als dieses ganze Trainingszeugs. Schau mal in deinen Alltag. In dein Badezimmer, in deine Küche, in deinen Kleiderschrank:
Was sind da für Dinge und welche davon könntest du als coole neue Workshopprodukte herausgeben?
👉 Also, was ist dein Produkt? Welche Idee willst du morgen in den Workshop mitnehmen? Schreib’s bitte hier unten in die Kommentare.
Nicht bei LinkedIn. Nicht per PN. Hier. Genau hier.

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