Buchtipp – Figur: Menschen zeichnen, entdecken, skizzieren, experimentieren
Oha, schon wieder ein Buchtipp für ein visuelles Buch. Aber das ist auch wirklich gut.

Ich dachte, du suchst vielleicht noch ein schönes entspanntes Fachbuch, das du mit in den Urlaub nehmen kannst. Ich nehme selbst seit einigen Jahren keine Fachbücher mehr mit in den Urlaub, da will ich entspannen. Aber du hast ja neulich gesagt, dass du gerne Bücher mitnimmst. Hier also ein schöner Buchtipp.
Das Buch von Tim Proetel und Peter Boerboom ist erst neulich erschienen. Es ist mir zufällig auf einer Entdeckungstour bei Gerstäcker aufgefallen.
Es ist kein typisches Zeichenbuch. Es ist wirklich ein Buch zum Entdecken, Skizzieren und Experimentieren. Ich könnte es auch in einem Satz zusammenfassen:
Wir entdecken den Menschen mit dem Stift.
Das Buch enthält 12 Kapitel, in jedem Kapitel entdeckst du eine andere Form, um Menschen zu zeichnen. Es beginnt mit dem Verkleinern. Nach einer kurzen Einleitung schaue ich mir die Inspiration für das Kapitel an und beginne gleich mitzuzeichnen. Hier gibt es kein richtig und falsch, hier geht es um das Entdecken. Die Idee ist, dass du immer sicherer wirst in der Gestaltung von Menschen. Nichts muss, alles kann. Aber am Ende sieht es kurioserweise doch aus wie ein Mensch.

Ich versuche mich an den ersten Figuren, in Pink. Tanzend. Das macht Spaß.

Hier werden sie schon akrobatischer.

Auch mal wieder mit dem Bleistift.

Hier die Figuren aus dem Theater.

Wenn man das Grundprinzip verstanden hat, wird man mit der Zeit immer mutiger.
Weitere Kapitel sind: Umfahren, Weiterführen, Zusammenfügen, Aufbauen, Vermessen, Einschreiben, Beugen und Strecken, Kurven, Bandagieren, Mimik, Improvisieren, und ein Glossar gibt es auch noch.
Jedes Kapitel nimmt Bezug auf ein weiteres Detail. Eine kleine Aufgabe, die dich deinem Ziel, Menschen zu zeichnen, näherbringt. Erreicht wird das durch gute, kurze und knappe Texte, gemischt mit vielen, vielen Darstellungen und Inspirationen.
Menschen darzustellen ist immer schon ein Thema. Nicht umsonst gibt es auch in Visualisierungskursen immer die Bitte, Menschen zu zeichnen. Aber dem einen fällt es leichter als dem anderen. Das ist ganz normal. Es braucht schon ein wenig Übung, das muss man auch mal deutlich sagen. Dieses Buch bietet dir diese Übungen.
Dabei verzichtet das Buch hier zum Glück auf den klugscheißernden Zeigefinger. Das macht es so sympathisch.

Schön ist es auch, mal wieder ein paar fast vergessene Zeichenmaterialien aus der Schublade zu kramen.

Ich könnte mich von Kapitel zu Kapitel scribbeln. Möchte bei dem einen länger verweilen als bei dem anderen. Dabei rennt die Zeit. Obwohl ich natürlich ganz klar erstmal beruflich motiviert bin, meldet sich das schlechte Gewissen, ich möge mich bitte sofort vom Buch lösen, um andere Arbeiten zu verrichten. Schade. Sehr schade.

Ein tolles Buch, das richtig Lust drauf macht, sich mit Stift, Papier und dem Menschen zu beschäftigen. Oha, ich glaube, ich habe noch nie einen so kurzen Buchtipp verfasst. Aber das Wichtigste ist gesagt, und jetzt kann ich ja weitermachen. 🙂
Mein Fazit: Kaufen!
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Deine Sandra Dirks
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