Sandra Dirks: Vorstellungsrunde auf Barcamps - Meine drei Tags

Auf dem Barcamp, das erste Mal in 2010, habe ich diese schnelle und wirkungsvolle Vorstellungsrunde kennengelernt.

Wie du ja schon weißt, bin ich eine Vorstellungsrunden-Hasserin.

Aus verschiedenen Gründen

Wenn es zu viele Teilnehmer sind, dann höre ich persönlich nur bei denen zu, die mir so vom Typ her ganz spontan ganz sympathisch sind.
Außerdem wird geredet und geredet, und immer wird noch einer draufgesetzt. Also, wenn der letzte Teilnehmer dann nicht mit den folgenden Worten endet, also dann, dann weiß ich auch nicht:

„Nach dem 3. Schuljahr habe ich mein Abitur mit Auszeichnung bestanden, während ich parallel schon mal an der Elite-Uni in Dingsbums promoviert habe. Nebenbei habe ich mit meinem Rasenhockey-Team nur knapp die Olympiazulassung verpasst, weil ich zwischendurch zur Verleihung des Friedensnobelpreises anreisen musste…blablabla…Und jetzt bin ich hier, um zu sehen, ob Sie als Trainer genau so gut sind, wie ich!“

Ich zuckte also zusammen, als die Organisatoren des Barcamps sagten:

„Jeder stellt sich hier mal kurz vor!“ – Es saßen etwa 120 Leute im Raum. Herrje, was sollte das werden? ABER: Es kam anders.
Die Organisatoren fügten noch hinzu: „Ihr nennt Euren Twitternamen, falls vorhanden und drei Tags zu Eurer Person.“

„Tags“ wirst du jetzt vielleicht leise fragen. Was ist das?

„Tag “ ist das englische Wort für „Etikett, Marke, Anhänger“. In der Informatik wird es verwendet, um einen Datenbestand zu kategorisieren. So kann man Daten leichter auffinden, oder in Gruppen zusammenfassen.

Der Hobbyfotograf, der seine Bildsammlung akribisch, ordentlich führt, der ordnet seinen Fotos Tags zu. Es gibt vielerlei Software, die das unterstützt. Ich bewundere sehr, wenn das jemand macht. Meine Urlaubsfotos könnten z.B. die folgenden Tags enthalten „Frankreich 2013“, „Strand“, „Inspiration“. Das bedeutet, dass das Foto auftaucht, wenn ich einen der drei Tags als Suchwort eingebe.

Zurück zur Vorstellungsrunde

Puh, Glück gehabt. Alle haben sich dran gehalten und es war für mich super spannend. Die Aufmerksamkeit war die ganze Zeit auf einem hohen Level, denn schließlich wollte jeder wissen, ob es andere Teilnehmer gab, die ähnliche oder gleiche Tags hatten. In der Dating-Sprache (und sicher auch in der Informatik) spricht man hier von „matching“. 😉
Mit diesen Teilnehmern wollte man sich dann sofort unterhalten. Spätestens aber in der Pause. Wir Menschen sind ja immer auf der Suche nach Personen, die kompatibel sind. Meine drei Tags auf dem 1. Barcamp damals waren „Webinare, Online-Lernen und Schuhe“.

Ich habe diese Methode sofort geklaut und setze sie für große Gruppen ein, wenn es nicht die Möglichkeit gibt, etwas Aktivierendes zu machen.

Oder eine visuelle Variante davon, dann in kleineren Gruppen, oder zu Beginn eines Zeichenkurses:

Sandra Dirks: Vorstellungsrunde auf Barcamps - Meine drei Tags

Was sind deine drei Tags?

Signet_Deine

 

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4 Comments

  1. Brita Dose

    5. April 2013

    Hallo Sandra, super Methode, habe ich sofort fürs nächste Soziale-Netzwerke-Seminar geklaut :o)

    Vielen Dank fürs teilen.

    LG Brita

  2. Zamyat M. Klein

    12. Februar 2013

    Jodeliheee, auch geklaut!

    3 Berufliche Tags: Online-Akademie, Türkei, schreiben
    3 Freizeit Tags: Lesen, Yoga, Filme

  3. Sandra Dirks

    8. Februar 2013

    Gerne. 🙂
    Au klasse, das mit den drei Kategorien finde ich einen super Tipp! *geklaut*

  4. Bettina Stackelberg

    8. Februar 2013

    Welch tolle Idee – schon geklaut für die nächsten Seminare, DANKEEE!!

    Meine 3 Berufstags: Selbstbewusstsein, Coaching, Bücher
    Meine 3 Freizeittags: Kochen, Wasser, Couch
    Meine 3 Persönlichkeitstags: Neugierig, herzlich, weit

    Herzlichst, Bettina

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