Rituale zum Seminarabschluss Teil 2 – Letzte gemeinsame Reflexionsmöglichkeit vor der praktischen Umsetzung

Trainingstipps
Sandra Dirks - Reflexion zum Seminarabschluss

„Achtung, Achtung! Letzte gemeinsame Reflexion vor der Umsetzung! Jetzt Plätze einnehmen!“

Nun, ganz so uncharmant musst du es nicht nicht formulieren. Aber so eine Abschlussreflexion erlebe ich immer als sehr wertvoll. Für beide Seiten, sowohl für die Teilnehmer, als auch für dich, als Trainer.

Im 1. Teil dieser Mini-Serie habe ich grundsätzlich überlegt, ob wohl der Schluss oft zu kurz kommt. Schau mal hier.

Heute geht es um ein paar Ideen für deine Abschlussreflexion.

Welches Ziel hat eine gemeinsame Abschlussreflexion?

Das können für dich ganz unterschiedliche Ziele sein. Meine Ziele dabei sind:

  1. Das Gelernte einfach wiederholen, um das neue Wissen zu festigen.
  2. Die Vielfältigkeit des neuen Wissens überblicken und auch wertschätzen. Dabei die eigene Lernleistung feiern.
  3. Die Umsetzungsabsicht des Gelernten festigen, und Hilfestellung für den ersten Schritt zur Umsetzung bieten

 

Zu 1.: Das Gelernte einfach wiederholen, um das neue Wissen zu festigen.

Am Ende eines Seminars nehme ich mir gerne und unbedingt die Zeit für eine intensive Wiederholung. Das ermöglicht eine Bestandsaufnahme des neuen Wissens.

Wo sind noch Lücken?
Welche Fragen sind noch offen?
Gibt es vielleicht noch Missverständnisse zu den Inhalten auszuräumen?

Manchmal gibt es Widerstand der Teilnehmer, wenn ich dafür eine ganze Arbeitseinheit (90 Minuten) bereitstelle. Sicher gibt es immer jemanden, der etwas schneller begreift, als jemand anders, und der lieber noch etwas pauken möchte, aber als Trainer hast du eben die gesamte Gruppe im Blick.

Am Ende sind auch die meisten Teilnehmer, die hier Vorbehalte haben versöhnt, weil sie feststellen, dass sie doch noch etwas gelernt haben. In der Vergangenheit habe ich dir hier im Blog schon verschiedene Wiederholungsmethoden vorgestellt. Diese hier finde ich besonders passend für einen Seminarabschluss:

  1. Greif den Löffel! Eine schnelle kleine Wiederholungsrunde, die nicht viel Zeit in Anspruch nimmt, aber in kurzer Zeit verschiedenste Wissensbereiche abfragen kann.
  2. Die kleine Flugschule! Ein wenig mehr Aufwand, es lohnt sich aber, bei dieser Methode noch mal ordentlich in Schwung zu kommen. Gerade am Nachmittag, wo vielleicht der eine oder andere gerade in den Seilen hängt. Sehr schön auch, wenn du die Möglichkeit hast, mit der Gruppe nach draußen zu gehen.Sandra Dirks - Wiederholung mit Bewegung und Quiz - Die Flugschule
  3. Kakerlakophon! Irre aufwendig, aber es lohnt sich, wenn einzelne Sätze sich noch einmal ordentlich bei den Teilnehmern festsetzen sollen.

Je nach Phantasie, Zeit und Zielgruppe kannst du für diese Aufgaben viel oder weniger Aufwand betrieben. Schau gerne mal in die Kommentare zu einzelnen Methoden, hier findest du teilweise interessante Ideen, wie du dir die Übung auf deine Bedürfnisse zuschneiden, oder dir Dinge einfacher machen kannst. Manchmal entstehen hier auch ganz eigene und neue Ideen. Lass es mich auch gerne in den Kommentaren wissen, wenn dir das passiert.

 


Kennst du die Trainings-Toolbox für Newsletter-Abonnenten? 

Dort in der Toolbox für Newsletter-Abonnenten findest du eine sehr ausführliche Wiederholungsübung mit dem Titel „Ri-Ra-Ratewand“, sogar mit Powerpointvorlage, einsetzbar für Webinar und Seminar.
Hier geht es zur Toolbox: *KLICK*

Das Zugangspasswort findest du im Newsletter. Falls du den Newsletter noch nicht abonniert hast, dann solltest du ebenfalls hier klicken.


 

Zu 2.: Die Vielfältigkeit des neuen Wissens überblicken und auch wertschätzen. Dabei die eigene Lernleistung feiern.

In dieser Rubrik findest du Wiederholungsübungen, die nicht die einzelnen Wissenshäppchen abfragen, sondern die immer auf die Beantwortung dieser Fragen abzielen:

Was habe ich hier heute eigentlich gelernt?
Wo stehe ich mit meinem Wissen zum Thema?

Ich finde diese Art der Reflexion fast noch wichtiger, als eine Wissensabfrage. Mit diesen folgenden Übungen können deine Teilnehmer feststellen, wie viel sie zum Thema schon wissen. Eine schöne Standortanalyse.

  1. Die Litfasssäule: Eine Blitzlichtrunde, in der jeder seinen Standpunkt festhält, anhand von Toast. Ja, Toast, wie Toastbrot.Die Statementkette
  2. Die Statementkette: Eine Übung, die du selbstverständlich nicht auswerten musst, die aber sehr deutlich Ergebnisse zeigt, und deshalb trotzdem wirklich schön für eine Auswertung im Plenum geeignet ist.
  3. Notizenvergleich: Eine echte Goldgräberübung. Hier können die Teilnehmer nochmal ordentlich etwas voneinander lernen und mitnehmen. Die Übung ist immer etwas zäh in der Anmoderation, weil vielen oft nicht klar ist, was positiv dahinter steckt. Aber wenn die Übung läuft, dann richtig! Das ist die Übung für die ich immer ein sehr positives Feedback bekomme.

 

Zu 3.: Die Umsetzungsabsicht des Gelernten festigen, und Hilfestellung für den ersten Schritt zur Umsetzung bieten

Diese Frage ist sehr vielfältig. Je nach Thema braucht es manchmal einen besonderen Anreiz. Ebenso spielt hier eine Rolle, wie stark das Vertrauensverhältnis der Teilnehmer untereinander ist. Vielleicht ist es nicht passend, dass du bei persönlichen Themen zur Umsetzung deiner Erkenntnisse von der gesamten Gruppe beobachtet wirst? So bieten sich hier vielleicht sogar eher kleine Lernpartnerschaften an, die sich für den zukünftigen Transfer zusammenfinden.

Kleine Gruppen, die sich auch online oder regional treffen, um die selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Stichwort: Mastermind-Gruppen.

Das ist schon eine sehr intensive Vorgehensweise.

Etwas leichter kommen da die Ideen daher, die ich hier in der Vergangenheit mal dazu geteilt habe:

Sandra Dirks - Mini -Flipchartkurs -Was sind deine nächsten Schritte? Flipcharts zeichnen mit Sandra Dirks

  1. Nächste Schritte: Was sind deine nächsten Schritte? Einfach mal gefragt. Tut nicht weh! Bringt aber schon mal ins Nachdenken.
  2. Das wünsche ich dir: Nicht so ganz deutlich in der Abfrage, oder der Reflexion ist diese Übung. Aber wenn dir dann die kleine Postkarte ins Haus flattert, dann bist du schon wieder mit deinen Gedanken am Seminarthema. Ganz plötzlich, und ganz egal, ob du das spontan brauchst, oder nicht.

Sandra Dirks - Reflexion zum Seminarabschluss

Ich hoffe, dass du in dieser kleinen Zusammenstellung ein paar Ideen für die Gestaltung deiner nächsten Reflexionsrunde zum Abschluss der Veranstaltung gefunden hast.

Lass mich gerne in den Kommentaren wissen, wozu dich die eine oder andere Idee hier in diesem Beitrag angestiftet hat. Oder vielleicht auch nicht, oder du hast ganz andere Ideen? Ganz egal, ich freue mich auf deinen Kommentar, und wünsche dir viel Spaß bei deiner nächsten Reflexionsrunde.

Gruß von Sandra Dirks

 

Sandra Dirks

Hallo, ich bin Sandra!
Ich blogge über Flipcharts und Methoden, um zauberhaften Menschen dabei zu helfen, Ideen zu finden, für quirlige, überraschende und unvergessliche Events.

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